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Endlich offiziell

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Symbolisch erfolgt die Schlüsselübergabe für das neue MTF von Bürgermeister Roland Seel (Mitte) an Feuerwehrvereinschef Peter Hess (rechts) und für das neue Feuerwehrdomizil an Wehrführer Hans Hess. FOTO: SCHWARZ-CROMM © Red

Grävenwiesbach-Hundstadt (msc). Seit zwei Jahren ist der Anbau des Feuerwehrgerätehauses in Hundstadt bereits in Betrieb, das neue Mannschafts-Transport-Fahrzeug (MTF) ist genauso lange im Einsatz. Bisher konnte aufgrund der Coronavirus-Pandemie allerdings keine offizielle Übergabe erfolgen. Das wurde nun am Mittwoch nachgeholt. Das MTF stand mit Girlanden geschmückt vor der Garage, und die neuen Räumlichkeiten waren besonders gründlich geschrubbt, um sie den Besuchern präsentieren zu können.

Mit Bildern erinnerte Hans Hess als Chef der Hundstädter Wehr an die ersten Entwürfe für einen Anbau im Jahr 2015. Die Garage war zu klein geworden. Der benötige Anbau allerdings hatte auch seine Gegner und wurde in der Politik kontrovers diskutiert. Nach der Entscheidung konnten die Feuerwehrleute im März 2018 den ehemaligen Kindergarten-Spielplatz demontieren. Der Platz wurde für den Anbau benötigt, für den im August 2018 der Rohbau startete. »2019 kam das Dach drauf«, berichtete Hans Hess.

Feuerwehrleute mit Eigenleistung

Die Feuerwehrfamilie sei stets vor Ort gewesen, habe viele Arbeiten selbst übernehmen, unter anderem die Elektrik und die Außenanlage. Dabei entdeckten sie auch so einige Mängel. Ein Beispiel: der Estrich, bei dem das Wasser nicht ablaufen konnte. »Also Estrich raus, neuer rein und warten«, erzählte Hans Hess. Im November 2019 konnten sie dann endlich die Fahrzeuge umparken. Und Ende November zogen die Feuerwehrleute in die Umkleideräume ein. Mitte 2021 konnten auch alles, was im Alten Rathaus untergestellt war, in das neue Domizil wechseln.

Mit dem Transportfahrzeug verlief es ähnlich. »Seit Jahren stand die Neuanschaffung für den 20 Jahre alten Bus im Raum«, erinnerte Peter Hess, der die Nachfolge des verstorbenen Siggi Heider antrat. Als Chef des Fördervereins hatte Heider jede Menge Spenden gesammelt, wodurch die Finanzierung der rund 60 000 Euro für das Auto zu einem Drittel aus Spendengeldern gestemmt werden konnte. Den Rest gab der Förderverein dazu. Die Übergabe nun war eine gute Gelegenheit, noch einmal die Leistung des verstorbenen Feuerwehr-Vereinsvorsitzenden hervorzuheben, der zum Bau des Anbaus mit Fachwissen beigetragen hatte.

Peter Hess betonte, dass das neue Transportfahrzeug für die Jugend im Einsatz ist, aber auch als Personenbeförderung im Brandfall sowie für Absperrmaßnahmen zum Einsatz kommt. Diakon Joachim Pauli übernahm die Segnung. »Ich segne aber nicht das Gummi und das Blech, sondern die Menschen, die damit fahren«, betonte er.

Da wurden auch bei Friedrich Seewald Erinnerungen wach. Er hatte 15 Jahre lang bis 2004 den Feuerwehrverein geleitet. »Ich bin stolz auf diese Wehr«, sagte er. Damals habe man mit nichts angefangen. Zwei Jahre wurde das Feuerwehrgerätehaus in reiner Eigenregie gebaut. 200 000 Mark hatte der Bau damals gekostet, der 1992 eingeweiht wurde und den der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Kai Süssner mit »von der Höhle in ein Luxusmodell« beschrieb. 515 000 Euro kostete der jetzige Anbau.

»Das ist gutes und gut angelegtes Geld«, urteilte Bürgermeister Roland Seel (CDU). Beide Investitionen, der Anbau und auch das neue Fahrzeug, seien Lob, Anerkennung und Respekt für die Feuerwehr.

Neue Aufgabe für den Bürgermeister

Ortsvorsteherin Barbara Lauth (FWG), FWG-Chef Heinz Radu, Rudi Tillig (SPD) und Süssner hoben die Bedeutung der Feuerwehr in ihren Festreden hervor. Mit einem »Danke, dass ihr für uns unterwegs seid«, beschrieb die Ortsvorsteherin, was die Ehrenamtler jeden Tag auf sich nehmen. Süssner erinnerte daran, dass in der heutigen Zeit jedes Fahrzeug der Feuerwehr einen Notstromgenerator benötige und gab dem Bürgermeister mit auf dem Weg, dass das jetzt die erste Aufgabe sei.

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