+
Die Arbeiten am alten Rathaus nehmen Formen an und werden bis spätestens Herbst komplett erledigt sein. 

Wegen des Straßenbaus

Ortsbeirat will Geiersberg-Sanierung in Mönbach verschieben

Sobald irgendwo in der Gemeinde die Straßen saniert werden müssen, kommen kritische Stimmen auf. Zumal wenn, wie im Falle des Geiersberges, die Anregung zur Sanierung von einem einzigen Anwohner kommt.

Grävenwiesbach - Der Ortsbeirat würde gerne die betroffenen Anwohner, die in der Straße "Geiersberg" wohnen, über die von ihnen zu leistenden Kosten zur Sanierung dieser Anliegerstraße informieren. Das erklärten sie während der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus. Doch dazu kann bislang noch niemand etwas sagen.

Lothar Stöckmann (CDU), der in Vertretung des Bürgermeisters an den Ortsbeiratssitzungen teilnimmt, erklärte, das komme auf die neue Berechnung an. Und von der wisse eben noch niemand, wie sie letztlich ausfalle. Unklar blieb auch, ob die Grundstücke aus der Untergasse, die bis zum Geiersberg reichen, ebenfalls an der Finanzierung beteiligt werden müssen. Deshalb bittet der Ortsbeirat den Gemeindevorstand, die Sanierung zu verschieben.

Das große Projekt Dorferneuerung im alten Rathaus ist in vollem Gang. Die Dachdecker müssen noch die zweite Dachhälfte eindecken. Der Zimmermann hat noch Restarbeiten zu erledigen. Bis Herbst soll alles komplett fertig sein. Geht es nach der Feuerwehr, dann ist bereits am 27. Juli alles so weit, dass das Lindenfest nicht gefährdet ist. Bauamtsleiter Jürgen Würz habe dahingehende Andeutungen gemacht, berichtete ein Brandbekämpfer. Es geht eigentlich nur um die Art der Genehmigung der Straßensperrung für das Fest.

Etwas Ärger hat es um eine abgebaute und später wieder eingebaute Stütze im Backes gegeben. Um backen zu können, musste sie weichen. Ortsvorsteherin Sybille Haas (Grüne) teilte mit, dass vonseiten der Gemeindeverwaltung die Rede von entwendetem Material gewesen sei, weshalb das Backes ein neues Schloss erhalten habe. Dieser Vorwurf sorgte natürlich im Team der Bäcker für Ärger, die nichts entwendet hätten, wie sie betonten.

Noch mehr Verdruss zeigte sich aber in Sachen Spielplatz. Mönstadt soll ja endlich auch einen Spielplatz erhalten. Da sich aber bei diesem Thema immer noch nichts tut, bat ein Bürger darum, dass die Gemeinde dafür sorgen solle, dass bald was geschehe. "Und nicht gewartet wird, bis die Kinder Abitur haben", ergänzte die Ortsvorsteherin sarkastisch. Lothar Stöckmann erklärte den Verzug mit den langen Verwaltungswegen. "So was ist ein langwieriger Prozess, bei dem nicht vor der zweiten Hälfte des kommenden Jahres mit dem Start zu rechnen ist", sagte er. Der Spielplatz neben dem Friedhof wurde bereits 2017 beantragt.

Einmal am Friedhof angekommen, erinnerte der Ortsbeirat an das geplante anonyme Grabfeld, das rechts vom Denkmal angelegt werden soll. Lothar Stöckmann klärte die anwesenden Bürger und den Ortsbeirat auf, dass für eine solche Bestattungsart die Rechtsgrundlage in Form einer Satzung fehle. Die müsse erst beschlossen werden. "Nach der Satzungsänderung kann der Stein gesetzt werden, der diesen Bezirk kennzeichnet", erklärte er.

Die Mauer um den Friedhof ist stellenweise so hoch, dass sie zur Gefahr werden könnte. Also hatte die Gemeinde einen provisorischen Schutzzaun aufgestellt. "Dieser schreckliche Zaun sorgt für Ärger", urteilte die Ortsvorsteherin. Doch Lothar Stöckmann verwies auf die Sicherheit, die nun mal nicht unbedingt schön aussehen müsse.

Ärger gibt es auch um eine Ruhebank für den Dreschplatz, den der Ortsbeirat bei der Gemeinde bestellt hatte. Die Bank sei ausgeliefert, hieß es aus dem Rathaus. "Aber nicht nach Mönstadt", wunderte sich Sybille Haas. Da kamen jede Menge Fragen an den Bauamtschef zusammen, die die Ortsvorsteherin jetzt abklären will.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare