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Kerbegesellschaft packt an

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Grävenwiesbach-Hundstadt (aro). Am Mittwochabend, zwei Stunden vor dem Beginn des erfolgreichen Europapokal-Finals der Frankfurter Eintracht, herrschte geschäftiges Treiben auf dem Vorplatz und im Dorfgemeinschaftshaus Hundstadt: 15 Mitglieder der Kerbegesellschaft Hundstadt packten beim Kerbaufbau kräftig an. Sie demonstrierten vor ihrer Kerbpremiere eindrucksvoll, dass sie vom Freitag bis Sonntag nicht nur Stimmung machen sowie mit Hundstädtern und Gästen von nah und fern feiern möchten, sondern dass die Kerb ihnen gehört und sie von Anfang bis Ende zusammen für den Erfolg sorgen.

Auf dem Vorplatz halfen Nils Polanski und Louis Moses den Schaustellern beim Aufbau des Kinderkarussells, nachdem der Vorplatz gefegt worden war. Im Dorfgemeinschaftshaus packten sieben Kerbemädels an, um den Saal zu schmücken. Außer am Samstag wird es hier nahezu keine Sitzplätze geben, sondern es wird mit beleuchteten IBC-Wassertanks Stehtisch-Atmosphäre geschaffen. Der Umkleideraum hinter der Bühne wird in eine gemütliche Sektbar verwandelt.

Marc Becker ist der »Kerbewatz«

Am Freitag und Samstag gehören ein Crêpes-Stand sowie Gegrilltes zum Angebot von Speis und Trank auf dem Vorplatz. Zwischenzeitlich schlüpfte die Kerbegesellschaft noch zum Fototermin in die selbst angeschafften Kerb-T-Shirts und wählte den 30-jährigen Marc Becker gemäß Hundstädter Tradition als Ältesten zum »Kerbewatz«. Die holde Weiblichkeit kündigte bereits an, in Sachen Stimmgewalt nicht nachzustehen und wird im Verlaufe der Kerb ihre Vorsängerin küren.

Eröffnet wird das Fest am kommenden Freitag um 17 Uhr mit dem Aufstellen des Kerbebaums unter Beteiligung der Hundstädter Bevölkerung. Ab 19.30 Uhr sorgt der Discoabend mit DJ Leo für Stimmung. Am Samstagabend wird die Kerb mit Livemusik fortgesetzt. Als Vorgruppe starten ab 19.30 Uhr die Nachwuchs-Musiker von »Out of Plan« aus Langenbach, ehe die bekannte Lokal-Band »Sounds like« aus Wehrheim in Hundstadt den Stimmungspegel der Kerb nach oben treiben wird.

Der Kerbsonntag beginnt um 11 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst, ehe um 12 Uhr die Raubritter aus Elkerhausen sowie die Lokalmatadoren des Fanfarenzug Hundstadt aufspielen werden. Ganz besonders freut sich die Kerbegesellschaft auf die Spiele am Nachmittag.

Unter anderem sind die Ortsvereine wie Feuerwehr, Sportverein und Fanfarenzug aufgefordert, beim Tauziehen und Maßkrug stemmen mitzumachen, um den Hundtstädter Meister zu ermitteln. Natürlich dürfen auch alle frei gewählten Mannschaften zum Start antreten. Ganz besonders freuen würde sich die Organisatoren, wenn Bürgermeister Roland Seel bei seinem Heimspiel vorangeht und die Gemeinde vertritt.

Dem besten Team in den Wettbewerben winkt jeweils ein Fässchen Bier als Siegerpreis. Das Stimmungs-Fieberthermometer bei der Kerbegesellschaft steigt. Sie wollen nach zwei Jahren Pandemie wieder feiern, dabei die Dorfgemeinschaft festigen und ein besonderes Stück gelebte Dorftradition bewahren.

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