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Mit Gesprächen und Ankauf Streit beilegen

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ualoka_plan1_kh_310522_4c © Red

Grävenwiesbach. Das Angebot von Bürgermeister Roland Seel (CDU) im Fall der geplanten Kastanien-Anpflanzung entlang der Gebäude in der Astrid-Lindgren-Straße hören die Anwohner gerne - und werden noch in dieser Woche Kontakt aufnehmen und um einen Gesprächstermin bitten. Am Sonntag baten die Anwohner diese Zeitung noch einmal um ein Gespräch, denn sie möchten auf die Gemeinde zugehen.

Armin Eschenhof und Walter Born haben in der vergangenen Woche mit vielen Bewohnern gesprochen und eine Art Liste vervollständigt. Mit dieser steht nun fest, dass der gesamte Grünstreifen hinter den Häusern, der für den Kastanienhain ausersehen ist, gekauft werden kann. Dann wollen sie dort Obstbäume setzen und das Areal auch pflegen.

Sie wissen wohl, dass in Verwaltung und Politik auch durch den ein oder anderen Tonfall Risse ins Porzellan kamen. »Dafür haben sich die entsprechenden Personen auch entschuldigt«, sagte Eschenhof und hofft, dass die erwünschten Gespräche in dieser Woche in sachlicher Form verlaufen. Fehler seien wohl bei den vergangenen Kontakten auf beiden Seiten gemacht worden.

Wurzeln wachsen auf die Grundstücke

An den Bedenken gegen die Pflanzungen ändert das aber nichts. Denn die Kastanien, die ausgewachsen etwa 25 Meter in den Himmel ragen, stehen dann mit ihrem Stamm zwischen vier und sechs Meter von den Grundstücksgrenzen entfernt. Ragen also teils über das Doppelte über die Firste hinaus.

»Das nimmt den Anwohnern im hinteren Hausbereich das Tageslicht weg«, so Born. Zudem, so lehre die Erfahrung, wüchsen die Wurzeln im etwa gleichen Radius wie die Krone. »Und damit kommen diese auch auf unsere Grundstücke.« Der Landwirt Werner Velte gab bei einer solchen Pflanzung auch zu bedenken, dass die angrenzende Landwirtschaft wenig Freude mit solchen Bäumen hätte.

Seel hatte bereits signalisiert, dass er einen neuen Vorstoß der Anwohner an den Gemeindevorstand weiterleiten werde, damit man sich dort mit der Angelegenheit noch einmal befasse. »Wir haben nun einen sehr konkreten Plan, wer die Grundstücksstreifen kaufen kann und wird«, sagte Eschenhof. Man werde sich, sollte der Gemeindevorstand auf dieses Angebot eingehen, sich auch um den schmalen Grünstreifen zwischen Häusern und Feld kümmern. Man wolle die Angelegenheit friedlich regeln, möglichst die Emotionen aus dem Spiel lassen. »Deshalb hoffen wir darauf, dass wir noch ein Gespräch mit der Politik bekommen«, so Born.

Die Anwohner wissen natürlich auch, dass bei den Neubauten so manche Vorschrift großzügig ausgelegt wurde und dies zu Vorwürfen seitens der Politik führte. »Auch diese Fehler wurden inzwischen weitgehend mit dem Kreisbauamt und der Grävenwiesbacher Politik korrigiert. Wie betont - es wurden Fehler gemacht. Aber wenn wir uns nun noch einmal an den Tisch setzen, finden wir sicher eine Lösung.

Ein Stolperstein könnte nur der Vertrag über die Pflanzung mit Hessen Mobil sein. Aber ich bin sicher, dass es auch hier eine Lösung geben kann und es einen Platz für die Bäume gibt«, zeigt sich Armin Eschenhof optimistisch.

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ualoka_plan2_kh_310522_4c © Red

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