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Astrid und Andreas Kramer eröffnen am Samstag in Naunstadt ihren Hofladen, in dem es rund um die Bienen geht.

Grävenwiesbach

Neuer Hofladen für Bienenprodukte eröffnet in Grävenwiesbach

  • vonMonika Schwarz-Cromm
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Astrid und Andreas Kramer bieten ein vielfältiges Angebot in gemütlichem Ambiente im Ortsteil Naunstadt an.

Naunstadt -Am Samstag war es so weit. Für Astrid und Andreas Kramer wurde ein Traum wahr. Sie leben nicht nur direkt neben ihrer Imkerei. Sie eröffneten am Samstag auch endlich ihren Hofladen.

Eigentlich sollte diese Neueröffnung mit einem großen Fest begangen werden. Doch die Corona-Bestimmungen sprechen dagegen. Also dürfen nur zwei Personen gleichzeitig den kleinen Laden betreten. Sollte der Ansturm zu groß werden, gibt es entweder draußen oder in der Halle die Möglichkeit, zu warten.

Arbeiten und leben unter einem Dach, das ist die Devise, die sich die Kramers mit ihrer Firma "Kramerhonig" erfüllen. Schon im August ist die Familie in das neue Haus eingezogen. Der geteerte Wirtschaftsweg neben dem Friedhof führt direkt zu dem Bienenwaben-förmigen Gebäude, in dem nun auch ein umfassendes Honigsortiment wartet.

Schon vor dem Haus zeigt ein Staudenbeet mit bienenfreundlichen Pflanzen, dass dort alles für die fleißigen Immen getan wird. Alte Steine führen zu dem neuen Laden. In einer Holzkonstruktion will Andreas Kramer künftig Honig aufbewahren, der dort dann auch als "Honig to go" außerhalb der Öffnungszeiten gekauft werden kann.

Künftig wird der Laden immer am Mittwoch und Freitag von 14 bis 18.30 Uhr, aber auch nach Vereinbarung geöffnet sein. Die Homepage ist unter www.kramerhonig.de erreichbar.

Eine alte Hobelbank dient als Verkaufstresen. Im krassen Gegensatz dazu wirken die modernen dunklen Regale eher funktional. Und das sollen sie auch. Dafür verleiht ein kleines Hängeregal vom Wiener Flohmarkt Gemütlichkeit. Sogar die alte Couch der Oma findet im Hofladen ihren Platz, aufgearbeitet mit neuen Kissen und Kramerhonig-Emblem. Die Regale sind bereits gefüllt mit allem, was aus Honig hergestellt werden kann. Und das ist außer Honig in den unterschiedlichsten Geschmackrichtungen auch Kerzen, Seifen, Honigwein, aber auch Wachstücher zum Einschlagen von Lebensmitteln und damit zum Frischhalten, Wachstüten für das Schulbrot, sowie solche für Hundeleckerlis. Astrid Kramer hat die Bandbreite der Nutzung für Wachstücher weiter entwickelt und bietet sogar Exemplare mit Baumwollstoff an und auch solche, in denen man Lebensmittel einfrieren kann.

Brotaufstriche aus Honig sind im Angebot, genau wie verschiedene Bio-Kosmetika. Es gibt natürlich auch Propolis, von Spezialisten umgearbeitet zur Tinktur, betont Andreas Kramer. Bienenwachs kann erworben werden, beispielsweise für die eigene Herstellung von Kosmetik. Zudem stehen Töpfersachen, Makramee und auch Holzbretter zum Verkauf. Eine Geschenkidee sind die bereits bestückten Holzbretter mit Honigprodukten.

Weitere Blühflächen und ein Regenwasserteich sind in der Nähe des Hauses geplant. Wer sich dafür interessiert, wie der Bio-Honig gemacht wird, findet in Astrid und Andreas Kramer Ansprechpartner.

"Wir gewährleisten Nachhaltigkeit, einen fairen Umgang mit Mensch und Tier und den Erhalt natürlicher Ressourcen", erklären beide. Denn durch ihre ökologische Form der Imkerei können sie das gewährleisten.

Kooperationsprojekte mit Schulen und Betrieben wurden schon geschaffen. Regelmäßige Feldführungen runden das Angebot ab. Von Monika Schwarz-Cromm

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