Am Laubacher Kreuz tut sich was

Proteste der Bürger scheinen Umdenken zu bewirken

  • vonAndreas Burger
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Der CDU-Landtagsabgeordnete Holger Bellino hatte im Landtag eine Anfrage zum Unfallschwerpunkt gestellt. Und nun war zu hören, dass die Straßenverkehrsbehörde den Knotenpunkt noch einmal unter die Lupe nehmen will.

Die Debatte ist fast so alt wie das Laubacher Kreuz selbst. Als Unfallschwerpunkt bekannt, fordern Lokalpolitiker und Bürger längst vehement, dass dort die Lage mit einem Kreisel entschärft wird. Erst kürzlich gab's eine größere Protestaktion, ohne Hessenmobil zum Einlenken zu bewegen. Inzwischen hat sich auch der Landtag mit dem Thema beschäftigt, wie der CDU-Abgeordnete Holger Bellino nun bekannt gab.

"Noch in diesem Jahr soll es neue Betrachtung der Knotenpunkte durch Unfallkommission geben", sagte er. Betroffen seien die Knotenpunkte Laubacher Kreuz und Kreuzung Wehrheim/Obernhain.

Dies wurde dem Landtagsabgeordneten Holger Bellino (CDU) zugesichert. Bellino hatte sich in Wiesbaden zum aktuellen Stand erkundigt und auf die Sinnhaftigkeit beider Maßnahmen hingewiesen. Hessen Mobil berichtete nun, dass der Knotenpunkt Laubacher Kreuz letztmalig 2011 eine Unfallhäufungsstelle war und die Polizeidirektion Hochtaunus für dieses Jahr eine erneute Betrachtung des Knotenpunktes vorschlug.

Bellino erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass es in diesem Jahr leider wieder verstärkt zu Unfällen gekommen ist. "Dieses Unfallgeschehen hat die Polizei aufgegriffen und die erneute Begutachtung der Kreuzung vorgeschlagen. Eine richtige und kluge Entscheidung", lobt Bellino, der darauf hinweist, dass diese Kommission aus Vertretern der Polizei, der Verkehrsbehörde des Kreises und Hessen Mobil besteht und er natürlich davon ausgeht, dass auch örtliche Vertreter rechtzeitig von dem Termin informiert werden. Er hofft sehr, dass bei diesem Termin alle Möglichkeiten, die zur Verbesserung der Verkehrssituation führen können, erörtert werden und auch ein Kreisel ernsthaft in Betracht gezogen wird.

Gegenüber Hessen Mobil hatte er auf die aktuellen Planungen "Kreisel Utenhof" aufmerksam gemacht, da man früher beide Maßnahmen (Utenhof/Laubacher Kreuz) bezüglich ihrer Einstufung nahezu gleich setzte.

Natürlich war es dem Abgeordneten auch wichtig zu hinterlegen, dass die kürzlich vollzogene Sanierung der Fahrbahndecke zwischen dem Laubacher Kreuz und Heinzenberg keine negative Wirkung für weitere Sicherungsmaßnahmen entfalten darf. "Diese Unterhaltungsmaßnahme diente ausschließlich der Verkehrssicherheit." Hessen Mobil habe ihm gegenüber klar gesagt, dass der Aufwand für diese notwendige Deckenerneuerung im Vergleich zu einem Kreisel sehr gering sei und nicht zu wirtschaftlichen Ausschlussgründen führen werde.

Auch die Kreuzung auf der L 3041 (Wehrheim/Obernhain) wird geprüft." Der Knotenpunkt wurde 2019 erstmals als Unfallhäufungsstelle registriert und wird ebenfalls von der Unfallkommission betrachtet. "Unabhängig von der im vergangenen Jahr erfolgten Einstufung war diese Kreuzung aufgrund des Fahrverhaltens einzelner Verkehrsteilnehmer (die Strecke "lädt" manche zur Raserei ein) und der Sichtverhältnisse schon immer ein neuralgischer Punkt. Es komme immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. bur

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