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Mit Hansjörg Scheidler, Michael Thiele und Christian Tramnitz (von links) führen drei engagierte Grävenwiesbacher Grüne als Vorstand die Partei in die Zukunft.

Michael Thiele bleibt Chef der Grävenwiesbacher Grünen

Trotz Corona und Kontaktsperren will die Partei den Haushalt noch dieses Jahr beschließen

  • vonMonika Schwarz-Cromm
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Gemeinde hat kaum Möglichkeiten, online politische Beratungen durchzuziehen

Treffen sich die Mitglieder des Bündnis 90/Die Grünen, dann ist gute Laune programmiert. Trotz "Corona-Blues" leitete Vorsitzender Michael Thiele die Mitgliederversammlung mit viel Humor, guter Laune und jeder Menge flotter Sprüche. Und davon ließen sich die Anwesenden gerne anstecken.

Es herrscht Aufbruchsstimmung bei den Grünen. Sie sind voller Zuversicht, ein gutes Wahlergebnis im März bei der Kommunalwahl einzufahren. Und das wollen sie mit einem neuen Vorstand holen. Also musste gewählt werden. Ohne vorherige Absprache, eben anders als bei vielen anderen Parteien oder Vereinen üblich, wurde der Vorstand quasi spontan, aber dennoch nach den vorgegebenen Regularien in geheimer Wahl neu gewählt.

Michael Thiele, Anwärter auf den Vorstandsposten, stellte sich den Neuen in der Runde vor. "Ich habe dieses Amt nie als Last empfunden", gab er zu. Der 66-jährige Vater von zwei inzwischen erwachsenen Kindern erinnerte an die Anfänge der Grünen im Jahr 1987, als er selbst in die Partei eingetreten sei, wie er sich gerne erinnerte.

Zwei Legislaturperioden engagierte sich Michael Thiele als Fraktionsvorsteher in der Gemeindevertretung. Die berufliche Entwicklung als Geschäftsführer der IB-Behindertenhilfe liegt inzwischen auch hinter ihm. "Als Rentner habe ich doch Zeit für den Vorsitz", meinte Thiele. Mit nur einer Enthaltung, vermutlich der eigenen, wurde er gewählt.

"Ich freue mich, das 40-jährige Bestehen der Grävenwiesbacher Grünen dann wieder als Vorsitzender feiern zu dürfen", betonte er. Zum Schatzmeister wurde Hansjörg Scheidler gewählt. Ins Amt des Schriftführers wählten die Grünen Christian Tramnitz.

Wie auf Grünen-Mitgliederversammlungen üblich berichteten die Gemeindevertreter und die Ortsbeiräte über ihre Arbeit. Klar, dass die RMD mit der von ihr beantragten Erhöhung der Kapazitäten auf dem Saargelände-Areal ein Thema war, der bisher alle Gremien die Zusage entzogen. Letztlich bleibt es am Gemeindevorstand, das letzte Wort zu sprechen, erfuhren die Mitglieder.

Die Gemeindevorstands-Sitzung fand am Dienstag statt. Sie hofften, dass dort ebenfalls eine Absage für die RMD erfolgte.

Dass die Ausschusssitzungen vor der für kommenden Dienstag geplanten Gemeindevertretersitzung inklusive der Haushaltsklausuren abgesagt wurden, enttäuschte die Grünen. "Bei dem Hygienekonzept ist das unsinnig", betonte Hansjörg Scheidler. Michael Thiele forderte daher die politischen Organe auf, trotz Corona weiterhin tätig zu sein und den Aufgaben nachzukommen. "Und den Haushalt noch in diesem Jahr einbringen", setzte Christian Tramnitz hinzu. Das könne während einer Präsenzsitzung, aber auch online erfolgen.

Tramnitz warf ein, dass die Gemeinde für eine Online-Sitzung keine Infrastruktur besäße. Da aber inzwischen alle Beteiligten eine Einladung für Dienstag zur Gemeindevertretersitzung erhalten haben, gingen die Grünen davon aus, dass diese Sitzung stattfindet und der Haushalt eingebracht wird. msc

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