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Besprechung in der Sonne: Trainer Jens Lewitzki versammelt die Spieler der SG Mönstadt/Grävenwiesbach um sich.

SG Mönstadt/Grävenwiesbach

„Wir spielen noch mit Libero“

Drei Spiele ohne Niederlage, fünf Punkte und Rang fünf: Mit solch einem Start hat selbst der Trainer nicht gerechnet. C-Lizenz-Inhaber Jens Lewitzki coacht seit dieser B-Liga-Saison den Fast-Absteiger

Drei Spiele ohne Niederlage, fünf Punkte und Rang fünf: Mit solch einem Start hat selbst der Trainer nicht gerechnet. C-Lizenz-Inhaber Jens Lewitzki coacht seit dieser B-Liga-Saison den Fast-Absteiger SG Mönstadt/Grävenwiesbach. Für den 36-jährigen Sachbearbeiter ist es als Trainer nach der SG Altenkirchen/Neukirchen erst die zweite Station. Vor unserem „Spiel der Woche“ gegen die FSG Niederlauken/Laubach sprach TZ-Mitarbeiter Wolfgang Stalter mit Lewitzki.

Was waren die Gründe für Sie, bei einem Fast-C-Ligisten Trainer zu werden?

JENS LEWITZKI: Bei der SG Mönstadt/Grävenwiesbach habe ich vor drei Jahren noch gespielt. Ich hatte dort als Spieler eine wunderschöne Zeit. Der Kontakt zu den Verantwortlichen dieses Vereins ist nie abgebrochen. Deshalb habe ich auch nicht lange gezögert und habe schon frühzeitig, unabhängig von der Spielklasse, zugesagt.

Wie sieht die Welt eines Trainers in der Kreisliga B aus?

LEWITZKI: Das Drumherum ist etwas anders als bei höherklassigen Vereinen. Das ist keine Frage, aber auch nicht schlimm. Bei den Spielern fehlt eben auch etwas der Ernst für die Aufgabenstellung.

Schildern Sie uns doch mal Ihre ersten Eindrücke.

LEWITZKI: Die Verantwortlichen haben immer ein offenes Ohr für meine Anliegen. Da kann ich mich wirklich nicht beschweren. Das sehe ich auch unabhängig vom sportlichen Erfolg. Es macht mir Spaß, der Verein hat mir und der Mannschaft das volle Vertrauen ausgesprochen.

Ist der einzige Neuzugang der Spielgemeinschaft, Daniel Kalkhof von der Spielvereinigung Bomber Bad Homburg, schon integriert?

LEWITZKI: Der Daniel ist schon integriert, da gab es keine Probleme. Er ist für uns definitiv eine Verstärkung und passt menschlich wie auch sportlich sehr gut zu uns.

Wie schwer ist der Verlust von Marek Schießer, der nach seinem Wechsel zur Usinger TSG schon in der Verbandsliga eingesetzt wurde?

LEWITZKI: Natürlich ist der Abgang von Marek für uns ein großer Verlust. Aber wenn er es in Usingen packt, hat er alles richtig gemacht. Aus unserer Sicht ist das natürlich schade, aber in so einem Fall muss man manchmal auch die Vereinsinteressen hintanstellen.

Drei Spiele, keine Niederlage, aber schon neun Gegentreffer. Woran hapert es hinten?

LEWITZKI: Das sind definitiv zu viele Gegentore, keine Frage. Oftmals waren wir zu unkonzentriert. Aber keine Panik, da waren drei Standards und ein Elfmeter dabei, dann sind es also nur noch fünf aus dem Spiel heraus. Das ist okay, die Abwehr steht, wir müssen einfach nur aufmerksamer sein.

Ein Blick auf Ihre Offensivabteilung: Elf Tore in drei Spielen, das kann sich sehen lassen, oder?

LEWITZKI: Dem stimme ich zu. Die Mittelfeldreihe und die Stürmer bilden schon eine sehr gute Einheit. Jeder Spieler rennt für den anderen, das passt einfach. Insgesamt stimmt die Moral in diesem personell dünnen Kader.

Wie ist denn die taktische Ausrichtung in der Kreisliga B?

LEWITZKI: Wir spielen noch mit Libero, für ein anderes System sind die Spieler fußballerisch nur unzureichend ausgebildet. Eine Viererkette im Abwehrverbund sehe ich für uns zu risikoreich, wir würden sicher gnadenlos ausgekontert werden. Das Trainieren dieses Spielsystems steht auch künftig nicht auf meinem Trainingsplan.

Was ist denn für die SG Mönstadt/Grävenwiesbach möglich?

LEWITZKI: Für uns zählt nur der Klassenerhalt, und der soll schon frühzeitig geschafft werden. Wir streben einfach nur eine ruhige Saison an, die frei von Abstiegssorgen sein soll.

Was wissen Sie über den sonntäglichen Derbygegner?

LEWITZKI: Ehrlich gesagt, eigentlich nicht viel. Die Mannschaft ist aus der Kreisliga A abgestiegen und verhältnismäßig schlecht mit nur drei Punkten gestartet. Aber da gebe ich nichts drauf, die Saison ist noch jung.

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