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Grävenwiesbacher Grüne wollen das Bürgermeisteramt

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Thomas Müller, Michael Thiele, Simone Jentsch, Axel Dierker, Stephan von Hammel und Elisabeth Dierker (von links) blicken bereits auf die nächste Bürgermeisterwahl. © Andreas Romahn

Die Grävenwiesbacher Grünen wollen bei der nächsten Bürgermeisterwahl in der Gemeinde mit einem eigenen Kandidaten antreten. Die Amtszeit von Bürgermeister Roland Seel läuft 2024 aus.

Grävenwiesbach (aro). Eigentlich hatten die Grävenwiesbacher Grünen am Freitag nur ihre monatlichen Mitgliederversammlung und freuten sich, diese erstmals nach Monaten auch in Präsenz durchzuführen. Am Ende überraschte der Vorstand mit der Nachricht, zur nächsten Bürgermeisterwahl einen eigenen Kandidaten zu stellen.

Ortsverbandsvorsitzender Michael Thiele sieht in der Gemeinde ein den Grünen zumindest nahe stehendes Wählerpotential. Zur Mitgliederversammlung, die hybrid im Landgasthof »Zur Eisenbahn« sowie online per Videokonferenz stattfand, stellte der Vorstand seine Gedanken zur Bürgermeister-Kandidatensuche vor.

»Historische Gelegenheit«

Zur Wahl um die Nachfolge von Bürgermeister Roland Seel (CDU), der bekanntlich 2024 in Ruhestand geht, wollen die Grävenwiesbacher Grünen einen Kandidaten aufstellen, der in der Gemeinde verwurzelt und gut vernetzt ist. Dabei sei auch ein freier Kandidat denkbar, den die Grünen unterstützen würden. Zum »Casting« bei der Bürgermeisterkandidatensuche können Interessenten Kontakt mit Thiele aufnehmen.

»Das ist eine historische Gelegenheit in der Grävenwiesbacher Gemeindepolitik, denn der Wahlkampf ist völlig offen.« Seit 50 Jahren besteht die Großgemeinde Grävenwiesbach und hatte mit Karl Gruber (1972-1987), Hellwig Herber (1988-2012) und Roland Seel (seit 2012) nur drei Bürgermeister. Bei der letzten Wahl 2017 setzte sich Seel mit 57,9 Prozent gegen seinen Herausforderer Jan Letanoczki (42,1 Prozent) durch. Seit 35 Jahren sind die Grävenwiesbacher Grünen neben FWG,CDU und SPD die vierte politische Kraft in der Gemeinde. Sie feiern ihren Geburtstag am 9. Juli mit einem Sommerfest auf dem Grillplatz in Naunstadt. Der Vorstand plant die Einführung eines grünen Stammtisches. Aktuelle Themen, die breites Interesse in der Öffentlichkeit haben, sollen in einem Themenabend vorgestellt und mit interessierten Bürgern diskutiert werden., etwa sie Flüchtlingsunterbringung oder Maßnahmen zum Schutz vor Energieverknappung.

Aus dem Gemeindevorstand berichtete Hansjörg Scheidler, der Antrag der Grünen für eine gemeinsame Anstrengung bei der Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge sei angenommen worden. Die Mitglieder waren sich einig, bei der Hilfe für ukrainische Flüchtlinge das Heft des Handelns in die Hand nehmen zu wollen. Als Grävenwiesbacher Beitrag zur Energieunabhängigkeit planen die Grünen nach den Sommerferien eine Info-Veranstaltung mit der Energieagentur Wiesbaden zur Vorstellung von Fotovoltaikanlagen.

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