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Grünes Licht für Projekt Prinzenpalais

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Usingen. -Der Weg zur Sanierung des Prinzenpalais und für den Neubau im hinteren Bereich ist frei. In der Stadtverordnetensitzung wurde der Bebauungsplan "Prinzenpalais" in der Obergasse 23 als Satzung beschlossen. Hintergrund ist, dass um das seit vielen Jahren ohne Nutzung leerstehende und denkmalgeschützte Prinzenpalais sanieren zu können, das Planungsrecht neu geschaffen werden musste.

Im vorherigen Bebauungsplan "Sanierungsgebiet" war für diesen Bereich "Fläche für Gemeinbedarf - öffentliche Verwaltung" festgesetzt, was den Planungen für die Sanierung und neue Nutzung des Prinzenpalais und einer ergänzenden Wohnbebauung entgegenstand.

Die Investoren Dr. Eberhard Theobald und Jürgen Schmitt Baukonzept GmbH hatten die Planungen vorgelegt, der B-Plan wurde aufgestellt. Nach der Offenlage der entsprechenden Planungen gab es von privater Seite keine Bedenken. Auch die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange wurden um die Abgabe einer Stellungnahme gebeten. Hier gab es im wesentlichen Anregungen hinsichtlich der Berücksichtigung natur- und artenschutzrechtlicher Belange, wie die Festsetzungen für Pflanz- und Begrünungsmaßnahmen oder die Bereitstellung von Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse. Ebenso Anregungen zu wasserwirtschaftlichen Belangen, wie dem Umgang mit der Abwasserbeseitigung. Unterm Strich musste die Planung nicht geändert, sondern nur leicht ergänzt werden.

Neubebauungmit Wohnungen

Das Prinzenpalais hat für Usingen eine besondere städtebauliche Bedeutung. Dieser wird in der Planung auch Rechnung getragen, aber der ganze Plan ist für die Investoren nur dann wirtschaftlich, wenn die Sanierung mit einer Erschließung des rückwärtigen Geländes und einer Neubebauung mit Wohnungen einhergeht.

Die Gesamtmaßnahme soll als eine "aufgelockerte städtebauliche Figur, also ein Ensemble aus Alt und Neu" entwickelt werden, "das sich funktional und räumlich ergänzt", heißt es im Plan. Zwei kompakte, frei stehende Neubaukörper, die in Stellung und Größe die herausragende Bedeutung und frei stehende Positionierung des Prinzenpalais "aufgreifen, würdigen und respektieren", ist die Maßgabe. Die Gebäude sind mit maximalem Abstand zum Palais und untereinander so angeordnet, dass eine Figur um eine gemeinsame grüne Mitte entsteht. Diese an den Garten des Palais angelehnte, halb-öffentliche Grünfläche lebe von dem großen Baum, der erhalten wird.

Die Erschließung der beiden Wohnhäuser erfolgt im Erdgeschoss des jeweiligen Hauses über den gemeinschaftlichen Innenhof. Beide Häuser haben drei Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss und ein Kellergeschoss. Insgesamt befinden sich abhängig von der letztlichen Wohnungsgröße zwischen 16 und 23 Wohneinheiten in den beiden Häusern. Die Zufahrt zum Stellplatz für die Wohnbebauung erfolgt über den Porbach. Fünf Stellplätze sollen im Untergeschoss im Haus 1 untergebracht werden. Der barrierefreie Zugang von der Stellplatzfläche in das Haus 2 ist über einen Zugang in das Untergeschoss gegeben. Im Zug der Neubaumaßnahme wird das Prinzenpalais saniert. Aktuell ist eine gewerbliche Nutzung für den Bestand vorgesehen. Die Stellplätze für das Prinzenpalais befinden sich in unmittelbarer Nähe des Bestandsgebäudes. bur

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