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Gutes tun aus dem Hintergrund

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Damenwahl: Stephanie Rühl, Jenni Anger, Kim Schwieder und Eva-Maria Uhrig (von links) bilden den neuen Vorstand des Vereins Jugendförderung Weilrod. © schneider

Stephanie Rühl steht für weitere zwei Jahre an der Spitze des Vereins Jugendförderung

Weilrod -Stephanie Rühl steht für weitere zwei Jahre an der Spitze des Vereins Jugendförderung Weilrod. Das Dorfgemeinschaftshaus Neuweilnau war bei der Jahreshauptversammlung zwar nicht gerade wegen Überfüllung geschlossen, genügend Mitglieder für die Vorstandswahl waren aber da.

Der Vorstand geht mit einer Ausnahme unverändert in die nächste Runde. Kim Schwieder bleibt weiterhin stellvertretende Vorsitzende, Eva-Maria Uhrig wurde als Kassenwartin wiedergewählt, und Jenni Anger übernahm das Amt der Schriftführerin, dass jahrelang von Eva Jäger ausgeübt worden war. Jäger wollte nicht mehr kandidieren, dem neuen Vorstand aber auf Zuruf weiterhin gerne zur Verfügung stehen.

Kinder sollen "Nein" sagen

Der Verein macht üblicherweise wenig Aufhebens von sich in der Öffentlichkeit macht - es geht ihm gut, die Mitgliederentwicklung ist mit 66 stabil, und es gibt sogar ein "Luxusproblem": Als Förderverein darf der Verein keine größeren Finanzpolster anlegen, muss sein Geld also unter die Leute, in diesem Fall die Weilroder Vereine und Institutionen, bringen. So wurden im vergangenen Jahr 250 Euro an die Grundschule im Weiltal überwiesen, damit dort für die Bibliothek Sitzsäcke und Regale angeschafft werden konnten. Mit 1000 Euro hat der Förderverein das von Christina Hegerding angebotene sogenannte "Schlaukopftraining" unterstützt. Dabei lernen Kinder der beiden Weilroder Grundschulen in Rod und Riedelbach durch Rollenspiele, sich in für sie gefährlichen Momenten zu behaupten und Selbstbewusstsein zu entwickelnt. Das Training soll dazu beitragen, dass Kinder nicht zu Opfern werden.

Eltern werden sensibilisiert

Es soll aber auch Eltern sensibilisieren, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder nicht im Gruppenzwang über die sozialen Medien Dinge über sich kommunizieren, die gefährlich für sie werden können, weil sie zu viel von sich preisgeben, was zu Mobbing in der Schule führe. Auch hier, das ist einer der Ansätze dieses Trainings, sollen Kinder lernen, "Nein" zu sagen, auch wenn die halbe Klasse in bestimmten Chat-Gruppen unterwegs ist. Die Rückmeldungen aus den Schulen und den Elternhäusern nach dem "Schlaukopftraining" waren so gut, dass sich der Verein Jugendförderung entschlossen hat, in diesem Jahr ein solches Training mit einem etwas anderen, altersangepassten Ansatz auch an der Max-Ernst-Schule anzubieten.

Anlass dafür gebe es in jedem Fall, so der Vorstand. Die Bedürfnisse der schon etwas älteren Max-Ernst-Schüler seien andere als die der Grundschüler. Auch hätten die Pandemie und die Arbeit vieler im Homeoffice dazu geführt, dass es vermehrt Fälle von häuslicher Gewalt gebe, weil sich Familien zu lange zu schwer aus dem Weg gehen konnten. Außerdem will der Verein die Hasselbacher "Power-Kids" finanziell mit 250 Euro unterstützen. Damit können diese sich einheitliche T-Shirts anschaffen und bedrucken lassen.

Festgelegt wurde in der Versammlung, dass der Verein in diesem Jahr noch nicht wieder am Autofreien Weiltalsonntag am 7. August teilnehmen wird. Es fehle an der personellen Unterstützung aus der Mitgliederschaft heraus, hieß es.

Gesetzt ist jedoch die Teilnahme am Weihnachtsmarkt am 10. Dezember auf Schloss Neuweilnau. Den Besuchern sollen dann wieder Flammkuchen schmackhaft gemacht werden. Dank eines eigenen Ofens und vorgefertigter Teigrohlinge sei das kein Hexenwerk und mit keinem großen Aufwand, dafür aber mit sehr viel Spaß für alle Beteiligten verbunden.

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