Auf handwerkliche Qualität kommt es an

Der Hessische Denkmalschutzpreis wurde im Jahr 1986 von der Lotterie-Treuhandgesellschaft Hessen gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Hessen ins Leben gerufen.

Der Hessische Denkmalschutzpreis wurde im Jahr 1986 von der Lotterie-Treuhandgesellschaft Hessen gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Hessen ins Leben gerufen. In diesem Jahr ist der Preis mit insgesamt 27 500 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden denkmalpflegerische Maßnahmen, die im Rahmen der gegebenen Voraussetzungen wie räumliche Lage, wirtschaftliche Situation, Umgang mit historischer Bausubstanz durch individuelle Lösungen, handwerklich-technische Qualität und besonderes Engagement eine Vorbildwirkung erzielen und zum Nachahmen anregen.

Dabei können Projekte, deren Fertigstellung nicht länger als drei Jahre zurückliegt, eingereicht werden. Doch was haben Baudenkmäler mit Lotterien zu tun? Ihre Verbindung reicht wohl bis ins Spätmittelalter zurück. Bereits 1445 soll es im flandrischen Sluis zur ersten verbürgten Lotterie gekommen sein – mit dem Ziel, ein Stadttor zu finanzieren. Bald schufen Herzöge, Kurfürsten und Könige mit den Erlösen aus den staatlichen Lotterien ganze Schlossanlagen. Friedrich der Große etwa finanzierte damit das Potsdamer Neue Palais. Glücksspiel hatte auch den Segen der Kirche. Als 1949 mit der „Staatliche Sportwetten GmbH Hessen“ die Vorläuferin der heutigen Gesellschaft Lotto Hessen GmbH gegründet wurde, hatten die Parlamentarier jedoch eines klar im Blick: Wenn Glücksspiele angeboten werden, dann in kontrollierten Bahnen des Staates und dann soll das Ziel die Verwendung aller Erlöse für das Gemeinwohl sein. Heute sorgen die Erlöse der hessischen Lotteriegesellschaft für den Denkmalschutz, für den Sport, für Soziales, für die Kultur und seit 2016 auch für die Umwelt in Hessen. Mehr als 127 Millionen Euro kamen im vergangenen Jahr zusammen.

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