1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

"Harte Kritik in der Sache ist wichtig, so lange sie sachlich ist"

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Zu einem Leserbrief, der sich mit der Sitzung des Ortsbeirates Wernborn beschäftigte und die Politiker kritisierte, erhielten wir folgenden Leserbrief:

Mag sein, dass die ein oder andere Aussage seitens des Ortsbeirates Wernborn in der von der Leserbriefschreiberin angesprochenen Sitzung unglücklich oder vielleicht missverständlich getätigt wurde; mag sein, dass der ein oder andere Zuhörer (Empfänger) diese dann auch noch (emotional) nicht im Sinne des "Senders" verstanden hat - das Kernproblem in der Kommunikation.

Das soll aber hier nicht das Thema sein. Hier soll vielmehr auf die schon fast ehrabschneidenen Äußerungen der Leserbriefschreiberin eingegangen werden, wo sie in diskreditierender und herablassender Art und Weise von "Ämtchen" und "wichtigen Leuten" (die offensichtlich überfordert sind) spricht und mit ihrem Wording die handelnden Personen abwertend darstellt.

Im Kontext ihrer Ausführungen formuliere ich die Botschaft im des Leserbriefes einmal platt, zugespitzt und politisch nicht ganz korrekt: Die posten- und ämtergeilen Damen und Herren im Ortsbeirat haben so viele Posten und Ämter gehäuft, dass dabei offensichtlich ihr Zeitmanagement auf der Strecke bleibt und daher Sitzungen ohne Rücksicht und Verluste und ohne auf die Belange der Besucher einzugehen durchgepeitscht werden.

Ich wehre mich ausdrücklich nicht gegen konstruktive Kritik, auch nicht gegen harte Kritik in der Sache - im Gegenteil, die ist wichtig. Solange sie sachlich und nicht verletzend - wie hier der Fall - artikuliert wird.

Ja, in der Tat haben die meisten Vertreter des Ortsbeirats auch in anderen Vereinen und Organisationen Aufgaben und Ämter übernommen.

In der Regel aber vor allem deshalb, weil es zu wenige oder gar keine anderen Interessenten gab, die sich hier ehrenamtlich und in diesem Umfang einbringen wollten oder konnten.

Das jetzt hier in dieser Form wie von der Leserbriefschreiberin darzustellen, schmerzt und tut sicherlich all denjenigen weh, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich stark engagieren.

Die Hintergründe zu erläutern und nochmals auch an dieser Stelle zu wiederholen, warum diese Sitzung kurz, zielführend und stringent abgehalten wurde, würde den Rahmen eines Leserbriefes sprengen.

Nur so viel und den Blick nach vorne richtend: Es wäre toll, wenn sich mehr Bürger, unabhängig von Alter, Geschlecht oder eventuell vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten ehrenamtlich vor Ort einbringen - in welcher Form auch immer, ob (sporadisch) helfend oder mit der Übernahme von dauerhafter Verantwortung (Ämtern).

Und hierzu lade ich insbesondere auch die genannte Leserbriefschreiberin ausdrücklich und herzlich ein.

Denn es gilt: Wenige mit vielen Ämtern und Aufgaben haben natürlich häufig das Problem, diese zeitgleich zu hundert Prozent auszufüllen, wohingegen Viele mit wenigen Aufgaben und Ämtern vieles mehr und schneller und leichter erreichen können. In diesem Sinnne. . .

Jürgen Maibach

Ortsbeirat Wernborn

Auch interessant

Kommentare