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Die Jugend zeigt mit einer Schauübung während des Tages der Offenen Tür bei der Hundstädter Feuerwehr, was zu tun ist, wenn die Grünecke brennt. FOTO: SCHWARZ-CROMM © Red

Grävenwiesbach-Hundstadt. Ein wenig mulmig war es Gemeindebrandinspektor (GBI) Peter Hess ja doch während des Tages der Offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Hundstadt an Christi Himmelfahrt. Schon die Kerb am Wochenende zuvor hatte dafür gesorgt, dass sich die Corona-Inzidenz in Grävenwiesbach wieder erhöhte. Ein Grund mehr, am Vorabend während der Einweihung des Feuerwehrgerätehaus-Anbaus Maske zu tragen.

Dennoch war Peter Hess davon überzeugt, für die Wehr etwas sehr Wichtiges zu machen: Sich wieder präsentieren.

»Wenn viele heute nur mal eine Viertelstunde vorbeischauen, haben wir unser Ziel erreicht«, sagte der Gemeindebrandinspektor. Denn das war die Nachricht: »Wir sind wieder da. Es gibt uns noch.« Viel zu lange blieben die Aktivitäten der Feuerwehr alleine auf Einsätze bezogen. Auch die Jugend dufte aus Eigenschutz erst vor Kurzem wieder zusammentreffen.

Umso erfreuter war Peter Hess, dass sich zum Tag der Offenen Tür aus allen Ortsteilen Delegationen sehen ließen. Und auch die Hundstädter freuten sich, endlich mal wieder zusammenkommen zu dürfen. »Es kommen jetzt wieder andere Zeiten auf uns zu«, freute sich Peter Hess, als er sich vor dem Gerätehaus umsah, wo die Menschen gemütlich beisammensaßen. Immer wieder hörte man lautes Hupen oder sah das Blaulicht der ausgestellten Feuerwehrfahrzeuge. Denn die Kinder hatten die Fahrkabinen schnell erobert und drückten hier und da auf den Knöpfen herum.

»Wir wollen gerade den Kindern heute etwas bieten«, erklärte Peter Hess. Eine Hüpfburg lud zudem um Toben ein und das Simulationspuppenhaus zeigte, wie schnell sich bei einem Brand Rauch in den Räumen verteilt. Besonders bestaunt wurden die Vorführungen, bei denen eine Fettexplosion simuliert wurde. Die explodierte Spraydose zeigte ebenfalls Wirkung - vor allem, weil so manchem klar wurde, dass auch er ein Deo-Spray im Auto liegen hat, das bei Hitze jederzeit in die Luft gehen könnte.

Fahrzeuge zeigen Vielfalt der Einsätze

Die Fahrzeuge der Hundstädter Wehr standen weit geöffnet und verrieten, was sich so alles hinter den Türen und Klappen befindet - und das ist eine Menge, um auf alles vorbereitet zu sein. Der Arbeitsbereich der Feuerwehr bietet immer mehr Möglichkeiten. So zeigte auch der Ölschadenanhänger nur deine Dimension dessen, was es für die Kameraden so alles zu erledigen gilt. Denn nicht nur das Löschen von Bränden, auch das Beseitigen von Gefahrgütern gehört zu ihrem Arbeitsbereich. Die Gerätschaften zur Ölspurbeseitigung konnten ebenso begutachtet werden, zudem ist dieser Spezialanhänger auch bei Hochwasser einsetzbar.

Als dann die Jugendwehr zeigte, was zu tun ist, wenn beispielsweise die Grünecke brennt, wurde es im Bereich der Beköstigung in und vor den Feuerwehrgaragen sichtbar leerer. Denn alle wollten dem Spektakel zusehen. Die Jugend machte ihre Sache gut. Gut fünf Minuten nach der Meldung waren die Sirenen bereits zu hören und die Mannschaft startete fachgerecht den Löschangriff. Danach ging es endgültig zum gemütlichen Teil der Veranstaltung über.

Rund 20 Kuchen stehen zur Auswahl

Die Kuchentheke war da auch noch prall gefüllt. Rund 20 Kuchen standen zur Auswahl. Ob Bürgermeister oder Politiker, Feuerwehrfreunde oder Grävenwiesbacher Bürger - was für alle zählte war das Zusammensein.

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