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Jongleur Antonio und seine Kollegen freuen sich schon auf das Gastspiel.

Circus Renz fühlt sich inzwischen in Oberursel zu Hause

Heimspiel für Ivan und Sabo

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Sie sind immer gut gelaunt, haben stets ein Kunststück parat – und sie stehen zueinander, komme, was wolle. Das Familienunternehmen Circus Renz möchte das Publikum mit seiner Fröhlichkeit anstecken. Außerdem haben die Artisten einige Überraschungen im Programm.

Zirkusleute halten zusammen. Meistens sind alle irgendwie miteinander verwandt und arbeiten als Artisten, Dompteure, Clowns oder Jongleure im Familienunternehmen. Jeder hilft jedem, jeder hat seine Aufgabe, es wird gemeinsam die alte Tradition aufrechterhalten.

So auch beim Circus Renz, der dieser Tage seine Zelte auf der Festwiese Platanenstraße aufgeschlagen hat. Das unterscheidet das 15-köpfige Team von großen Zirkussen. Zum dritten Mal wird in Stierstadt gastiert, das siebte Mal insgesamt in der Brunnenstadt. „Nach Oberursel fahren, ist für uns wie nach Hause kommen“, erzählt Silvia Renz (43), Frau von Direktor Ernst Renz (46). Plätze zu ergattern sei meist gar nicht so einfach, erklärt sie: „Man muss sich mindestens ein Jahr vorher darum kümmern und hört trotzdem oft aus den Kommunen, dass sie schon bis 2018 ausgebucht seien. Manchmal haben wir das Glück, dass uns jemand privat auf sein Grundstück lässt.“

Die Renzens haben sich mit Rudolf Renz (32) und seinen sechs weißen Arabern eine zusätzliche Attraktion ins Programm geholt. „Wir wollen unserem Publikum immer wieder Neues bieten.“ Rudolf Renz hat mit seinen Hengsten eine Freiheitsdressur einstudiert, bei der die Pferde ohne Zügel in der Manege laufen und nur auf sein Kommando reagieren. Dazu gehört auch noch ein Irish Tinker und das Minipony Chico. Von Ernst Renz ist der fuchsfarbene elfjährige Araberhengst Bajat dabei und die zu dieser Dressur gehörenden weiteren vier Araberschimmel, die schon mehrfach in Oberursel zu sehen waren.

Die Ohren gespitzt, die Nüstern gebläht, aufmerksam schnaubend stehen die schönen Vierbeiner in ihren Verschlägen. Es wird gerade frisch eingestreut, außerdem gibt es Kraftfutter zum Frühstück – bevor das Zirkusteam sich zu Kaffee oder Tee zusammensetzt: „Bei uns kommen die Tiere immer zuerst dran“, betont Rudolf, genannt „Rocky“, Renz.

Clown Patrick (18) und Jongleur Antonio (17) sehen aber gar nicht hungrig, sondern eher tatendurstig aus. Antonio schwingt die Keulen durch die Luft und bei Patrick, der extra eine neue Reprise vorbereitet hat, lachen sogar die Augen. „Patrick war schon immer der Komiker unter meinen Kindern“, schmunzelt Silvia Renz. „Das Talent wurde natürlich sofort in unseren Shows zum Einsatz gebracht.“ So ist es auch mit den übrigen Familienmitgliedern. Jeder kann etwas, jeder trägt etwas zum Programm bei. „Dabei nehmen wir jede einzelne Nummer wichtig, und ist sie noch so klein“, betont Silvia Renz. „Alle bei uns üben und trainieren bis zur Perfektion.“

Auch Nesthäkchen Loren (8) hat mit ihrer Schwester Nadine (22) und der Frau ihres Onkels, Jaqueline (24), die Kunststücke mit dem Hula-Hoop-Reifen weiter ausgebaut sowie neue Akzente gesetzt. Aber verraten wollen die jungen Artistinnen bis zur Premiere am 20. Dezember nichts: „Die Leute sollen in unsere Vorstellungen kommen.“

Langeweile werde in keinem Fall aufkommen, ist sich die Familie Renz sicher: „Die Aktionen sind allesamt temporeich und unterhaltsam für Eltern und Nachwuchs.“ Und das Zirkuszelt sei wie immer beheizt, unterstreicht die Zirkusfamilie.

In der Pause dürfen die Kinder wie jedes Jahr auf den mongolischen Kamelen Ivan und Sabo reiten, außerdem gibt es Glühwein und Popcorn. Einem lustigen, ereignisreichen Zirkuserlebnis für Orschels Familien steht also nichts mehr im Wege.

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