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Mit ruhiger Hand verzierte Gertrud Mogk die Eier und begeisterte die Besucher beim Ostermarkt der IGO in der Erlenbach-Halle. Fotos: Jens Priedemuth

Kreativmarkt in Ober-Erlenbach

Die Helfer des Osterhasen

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Wenn der Osterhase auf dem Markt der IGO keine Geschenke gefunden hat, hatte er wohl zu wenig Möhren gegessen oder Tomaten auf den Augen. Die Auswahl an kreativen Handarbeiten war jedenfalls riesig.

Draußen blühten die Zierkirschen in zartem Rosa. In der Erlenbach-Halle konnten die Besucher des Ostermarkts der Interessengemeinschaft Ober-Erlenbach (IGO) viele Frühlingsboten kaufen. Gehäkelte oder gefilzte Zierblüten, österliche Blumen-Arrangements und unzählige Blüten, die den Besuchern von genähten Kissen und Decken, von bunten Osterkarten und Gemälden entgegenstrahlten. Da lachte doch das Herz jedes Osterhasen. Hier konnte er sich beim Geschenke-Einkaufen so richtig austoben – es aber auch der Mama oder dem Opa überlassen.

Meister Lampe war wohl begeistert von der Kreativität, mit der die Osterboten gestaltet waren, und hat sich sicher so manch handwerkliche Kunst abgeguckt. Das längste Haltbarkeitsdatum dürften die Eier aus Filz mit filigranen Mustern haben, gleich gefolgt von den bunt gehäkelten. Die fantasievoll gestalteten Keramik-Eier können da nur bedingt mithalten.

Aber Ostereier sind per se ja auch nicht zum Zerbrechen bestimmt. Sie sollten das Heim österlich schmücken, und da hatten sich die Künstler einiges einfallen lassen. Bei Anneliese Ahnert aus Echzell konnten die Besucher sogar zugucken, wie mit dem Bohrer filigrane Lochmuster entstehen.

Bei Gertrud Mogk steht wohl besonders oft Omelett auf dem Speiseplan, denn die Zahl der ausgeblasenen Eier, die sie in Rot, Lila und kräftigem Grün gefärbt und in alter Wachstechnik mit christlichen Sinnsprüchen bemalt hatte, war riesig. In der Halle glitzerte es auf den Markttischen nur so von selbst kreiertem Schmuck, und luftig-leichte Filz-Feen schwebten über ihnen. Liebevoll von Hand gefertigte Puppen lachten die Gäste aus großen Augen an, und wo die „Vilbären“ herkamen, war schnell klar – aus Bad Vilbel.

Die Vereine versorgten die Besucher mit Speisen und Getränken, und die Politik hatte im Zeichen der bevorstehenden Homburger OB-Wahl ein besonders farbenprächtiges Angebot: Während die Roten zum traditionellen Ausschank von Schwarzbier nicht genügend Personal gefunden hatten, gab es bei den Schwarzen Rotwein und Grüne Soße satt. Die Besucher konnten sich ihre Gedanken darüber machen, was diese Mischung für das Wahlergebnis bedeutet. Der ehemalige CDU-Ortsvorsteher Martin Demandt freute sich jedenfalls über die Initiative der IGO, besonders über die von Organisatorin Sighild Drnikovic, die diesen Markt vor zehn Jahren ins Leben gerufen und zum Erfolg gebracht hatte.

Am Samstag boten 50 Marktbeschicker ihre Waren feil, und wer seine Schuhe vor dem nachmittäglichen Regen schützen wollte, war bei Harald Jäger richtig. Im grünen Umgang mit Schlapphut als Original erkennbar, putzte er Schuhe und kippte zum Beweis der Dichtigkeit am Ende eine Flasche Wasser drauf.

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