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Hobby für Vater und Sohn

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Der neunjährige Johann und sein Vater Alex (hinten) haben mit Fluglehrer Mario Dore (rechts) beim »Schnupper-Tag« der Fliegergruppe auf der Schlink mit dem »Skysurfer« erste Modellflugerfahrungen gemacht. © Ingrid Schmah-Albert

Wehrheim (sai). Das könnte vielleicht ein neues Vater-Sohn-Hobby werden, zeigten sich Vater Alex und der neunjährige Johann recht begeistert vom Modellflug. Sie hatten die Möglichkeit der Fliegergruppe Hochtaunus, beim »Schnupper-Tag« unverbindlich selbst mal die Steuerung der kleinen Nachbauten echter Flugzeuge auszuprobieren, genutzt. Bis sie eventuell ebenfalls einmal die etwas komplizierteren Modell-Flugzeuge, wie sie von den langjährigen, erfahrenen Piloten gesteuert wurden, sicher starten und landen können, würden zwar bestimmt ein paar Jahre ins Land gehen, doch da sie sich schon beim ersten Flugversuch sehr geschickt angestellt hatten, wie Mario Dore, Vorstandsmitglied und Fluglehrer der Fliegergruppe attestierte, sei dies kein unerfüllbarer Traum.

Vor allem Johann habe durchaus viel Geschick im Umgang mit der Fernbedienung gezeigt, sodass Dore kaum eingreifen musste. Daher lud er ihn ein, sich der Jugendgruppe anzuschließen.

Die aktuell elf Jungs im Alter von zehn bis 15 Jahren treffen sich montags von 17.30 bis 19.30 Uhr auf dem Modellfluggelände auf der Schlink. Im Winter werde vor allem an den Flugobjekten gebastelt, denn auch das gehört zum Hobby.

Bis man alleine ohne die aktive Co-Steuerung eines Fluglehrers die kleinen Maschinen navigieren könne, dauere es oft einen Sommer lang, dann sei man fit, machte Dore auf den Zeithorizont aufmerksam. Der Spaß komme trotzdem nicht zu kurz, gerade in der Gruppe. Wie schnell die Faszination für die überwiegend mit Elektromotoren angetriebenen Modellflugzeuge auf die »Schnupper-Gäste« überspringen kann, sollte sich noch öfter am Sonntag zeigen. Kein Riesenandrang, dafür aber kontinuierlich waren Gäste vor Ort und wurden bei bester Thermik und nur leichtem Wind von den erfahrenen Vereinsmitgliedern in die Kunst des Modellfliegens eingewiesen.

»Skysurfer« ist hart im Nehmen

Dafür stand als Trainingsmaschine ein »Skysurfer« zur Verfügung. Diese von der deutschen Firma Multiplex entwickelte und schon tausendfach nachgebaute Form sei »hart im Nehmen«, wie es Dore ausdrückte. Denn natürlich sei die Landung die schwierigste Phase und da gehe auch schon mal was kaputt. Aber dafür gebe es viele Tüftlertricks zum Reparieren, die man im Verein lerne, beruhigte Dore mit Blick auf die Kosten.

So ein Einsteigermodell koste etwa 85 Euro. Die Maschine dagegen, die zwischenzeitlich von erfahrenen Piloten gesteuert wurde und Alex und Johann sehr beeindruckte, eine »De Havilland« mit einem sogenannten Impeller-Antrieb, der einen Düsenantrieb imitiert, dürfte dagegen wohl um einiges teurer kommen - von der nötigen Erfahrung des Piloten mal abgesehen. Aber man müsse auch ein Ziel haben, schielte Alex auf die »De Havilland«.

Und selbst wenn dies noch in weiter Ferne liege, die entspannte Atmosphäre auf dem Modellfluggelände und die »traumhafte Kulisse« seien es auf jeden Fall wert, wieder zu kommen, überlegte Alex bereits, wie sich das in den Wochenplan der Familie einbauen ließe.

Weitere Infos im Internet: www.fliegergruppe- hochtaunus.de .

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