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Der Weihnachtsbaum für daheim kann auch in diesem Jahr selbst aus dem Wald geholt werden - allerdings nur dort, wo es offiziell erlaubt ist.

Weihnachtsbäume

Hochtaunus: Die Tannen stehen bereit

  • vonKatja Schuricht
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Auch in der Pandemie können Weihnachtsbäume beim Forst im Taunus selbst geschlagen werden. Die Termine dafür stehen bereits.

Kein Bummel über den Weihnachtsmarkt, keine Weihnachtsfeiern und kein Glühwein-Plausch im Freundeskreis: In der Adventszeit 2020 ist vieles anders und vieles muss ausfallen. Umso wichtiger ist eine Tradition, umso mehr kommt er in diesem Jahr zum Strahlen: Der Weihnachtsbaum im heimischen Wohnzimmer. Am besten machen sich zu Hause frische und unbehandelte Exemplare aus dem Taunus, die lange halten und besonders gut duften.

Anmeldung ist nötig

Das gibt es auch in diesem Jahr wieder, allerdings an manchen Orten nur zum Selbstschlagen. Der Verkauf von bereits geschlagenen Weihnachtsbäumen bietet das Forstamt Königstein in diesem Jahr Corona-bedingt nicht an. Doch bevor Sie zu Arbeitshandschuhen, festem Schuhwerk und Säge greifen, müssen Sie sich vorher online auf der Homepage des Forstamts Königstein unter Hessen-Forst (www-hessen-forst.de) anmelden und über den Anmeldebutton einen Termin buchen. Damit sollen lange Wartezeiten verhindert und die Abstandsregeln eingehalten werden. Auf der Terminübersicht sind unterschiedliche Zeitfenster im Angebot, aus denen jeder seinen Wunschtermin auswählen kann. Die Förster bitten darum, beim Baumschlagen alle allgemeingültigen Abstands- und Hygieneregeln zu beachten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Die Suche nach dem Traumbaum in den Weihnachtsbaumkulturen im Staats- und Kommunalwald des Forstamts Königstein kann am Samstag, 12. Dezember, Freitag, 18. Dezember, und Samstag, 19. Dezember, beginnen. Im Angebot sind Nordmanntannen, teilweise auch Nobilistannen in verschiedenen Größen. Los geht es am 12. Dezember in der Revierförsterei Brombach , Treffpunkt ist der Parkplatz Pferdehof Seelenberg. In der Revierförsterei Feldberg geht es zu Fuß Richtung Weihnachtsbaumgatter vom Parkplatz Sandplacken aus. Den Parkplatz erreichen Sie, wenn Sie über die Landstraße L 3004 von Oberursel Richtung Schmitten fahren. Rechts geht es vor der Gaststätte "Tannenheim" ab, dann noch weitere 150 Meter in den Wald auf den großen Parkplatz. Am 18. Dezember stehen die Gatter der Weihnachtbaumkultur der Revierförsterei Brombach im Bereich Weißer Berg offen. Der gleichnamige Parkplatz liegt an der L 3004 zwischen Oberursel und Schmitten-Arnoldshain gegenüber der Hegewiese.

Am 19. Dezember können Sie sich ihren Traumbaum in einer dieser drei Kulturen aussuchen: Entweder in der Weihnachtsbaumkultur im Revier Billtalhöhe (Parkplatz Landsgraben, der an der L 3016 zwischen Schloßborn in Ruppertshain liegt), im Revier Brombach (Parkplatz Treisberg, Hunoldstaler Straße) oder in der Revierförsterei Feldberg (Treffpunkt Parkplatz Rotes Kreuz).

Grillen fällt aus

Kein Baum von der Stange, sondern Bäume mit Charakter finden Sie in diesem Jahr auch wieder beim traditionellen Weihnachtsbaumverkauf im Stadtwald Oberursel . Der diesjährige Verkauf am dritten Adventswochenende findet ebenfalls unter Corona-Auflagen statt. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird dringend empfohlen. Die frisch geschlagenen Bäume werden am Samstag, 12., und Sonntag, 13. Dezember, (jeweils zwischen 12 und 16 Uhr) an der Forstdiensthütte, hinter dem ehemaligen Oberurseler Forsthaus (Altkönigstraße 174) verkauft. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. "Wir werden Gitter aufstellen und achten darauf, dass sich nicht zu viele Leute auf einmal auf der Fläche, auf der sie sich die Bäume aussuchen, aufhalten", sagt Förster Luis Kriszeleit. Wer mag, kann sich sei-nen Weihnachtsbaum auch an diesem Termin selbst schlagen.

Im Angebot sind Nordmanntan-nen und Fichten, zudem gibt es Schmuckreisig. Fündig werden auch all diejenigen, die ein großes Exemplar suchen: Die Bäume sind bis fünf Meter hoch. "Leider gibt es in diesem Jahr kein Würst-chengrillen und auch keinen Glühweinumtrunk, auch die Tiershow muss ausfallen", erklärt Krizeleit. Für Besucher stehen Parkmöglichkeiten an der Frankfurt-International-School zur Verfügung. Eine Wendemöglichkeit gibt es nur am Hauptfriedhof. Der Förster weist darauf hin, dass die Durchfahrt von der Altkönigstraße aus zur Forstdiensthütte für den Verkehr gesperrt ist.

Schmuck- und Deckreisig wird bereits ab sofort jeden Mittwoch von 16 bis 17 Uhr, während der Forstsprechstunde, an der Forstdiensthütte verkauft.

von Katja Schuricht

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