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Über 80 Helfer tummelten sich am Freitag auf dem Schulhof der Humboldtschule, um die über 8000 Hygiene-Starter-Sets, die der Hochtaunuskreis gestern an den Schulen verteilte, zu packen. Fotos: Privat

8000 Hygiene-Starter-Sets für den Hochtaunus

Hochtaunus: Helfer packen Hygiene-Starter-Sets, damit all Oberstufenschüler richtig ausgestattet sind

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Schüler, Lehrer und Schulpersonal im Hochtaunuskreis werden mit Hygiene-Starter-Sets ausgestattet. Über 80 freiwillige Helfer packen entsprechende Päckchen.

Der Hochtaunuskreis hatte versprochen, dafür zu sorgen, dass alle 8840 Schüler der Abschlussklassen, die am gestrigen Montag wieder in die Schule "durften", auch mit einem Hygiene-Starter-Paket ausgestattet würden, und um das zu gewährleisten, war eine Menge Hilfe vonnöten. Und die gab's! Über 80 freiwillige ehrenamtliche Helfer von Feuerwehr und Jugendrotkreuz hatten nämlich am Freitagnachmittag in einer Blitzaktion auf dem Pausenhof der Humboldtschule in Bad Homburg besagte über 8000 Hygiene-Starter-Sets verpackt. Am Samstag wurden die Sets an die Schulen des Kreises gebracht. Und am Montag bekam dann jeder Schüler, der in die Schule zurückkehrte, sein Paket überreicht.

Wie lief das Packen organisatorisch? So: Auf dem weiträumigen Schulhof der Humboldtschule neben der neuen Sporthalle waren in Abständen von einigen Metern Pappkisten aufgestapelt, Lastwagen fuhren heran und brachten immer weitere Lieferungen. In den Kisten waren dann Handtücher, Seifen, kleine Seifenbeutel, Mund-Nase-Schutzmasken und Turnbeutel. Auf Letzteren groß sichtbar aufgedruckt: Leo, der Löwe, die Symbolfigur des Hochtaunuskreises. Auch auf den Handtüchern ist Leo aufgestickt, er streckt die Arme zur Seite aus und wirbt für Abstand.

Rund 80 Helfer verteilten sich um die Kisten und öffneten sie. Zügig organisierten sich die Feuerwehrleute aus Weilrod, Usingen, Neu-Anspach, Steinbach, Grävenwiesbach, Bad Homburg, Rod am Berg und Schmitten sowie andere spontane Helfer in Gruppen und packten nach Plan und System Seifen in Beutel, Handtücher in Taschen. Mit dabei waren auch die Jugendfeuerwehr und die Jugend des Deutschen Roten Kreuzes. Sie und andere holten Stoffmasken aus ihren Verpackungen und steckten sie in die Taschen. Dann wurden Packketten gebildet.

Auch 300 selbst genähte Masken in den Beuteln

Natürlich arbeiteten alle Helfer mit Masken auf der Nase und mit Abstand, der große Schulhof machte es möglich. Desinfektionsmittel und Handschuhe standen für die Helfer natürlich ebenfalls zur Verfügung. Um 20 Uhr abends war dann der letzte Beutel gepackt, die Pappkisten und das Verpackungsmaterial zusammengeräumt und für den Abtransport gebündelt. Landrat Ulrich Krebs und der Erste Kreisbeigeordnete Thorsten Schorr (beide CDU) begleiteten die Packaktion und waren beeindruckt, zum einen von der Hilfsbereitschaft der vielen Freiwilligen und zum anderen von der strammen, bestens organisierten Arbeit, die in nur wenigen Stunden auf dem Schulhof geleistet worden war. "Ich freue mich wirklich sehr, dass sich so viele eingefunden haben", sagte der Landrat. Sie alle hätten durch ihr großes Engagement dazu beigetragen, dass die Sets am Montag hätten verteilt werden können. Der Dank schließe auch die Firmen ein, die alles möglich und auch viele Überstunden gemacht hätten, um den Kreis zu beliefern, und die Fahrer, die die Sets in die Schulen gebracht hatten.

Thorsten Schorr bedankte sich besonders bei der Polytechnikgruppe der Maria-Ward-Schule. Die hatte nämlich 300 selbst genähte Masken für die Starter-Set-Aktion beigesteuert. red/sbm

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