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Mittlerweile nimmt das Baugebiet im Südosten Ober-Erlenbachs konkrete Züge an. Im Vordergrund ist die künftige Straße "Am Kirschgarten" zu sehen.

Ober-Erlenbach

Fortschritte im größten Baugebiet Bad Homburgs

Langsam aber sicher nimmt das Baugebiet Hühnerstein in Ober-Erlenbach Form an. Die Kanäle sind verlegt, die ersten Baugruben sind bereits ausgehoben. Auch das erste Gebäude wächst schon. Ein Rundgang über die Baustelle.

Bad Homburg - Die Szenerie erinnert an eine Seite aus einem Wimmelbuch für Kinder: Überall stehen Baumaschinen, Material lagert links und rechts der Gräben, in denen die Versorgungsleitungen bereits zum größten Teil verlegt sind. Die Baustraßen sind längst eingerichtet und in dem im Entstehen begriffenen Grünstreifen wurde jüngst begonnen, eine schicke Fußgängerbrücke zu installieren. Die Stahlkonstruktion ist schon fertig, die Bohlen fehlen noch. Für den kleinen künstlichen Bach, der einmal unter ihr fließen soll, ist das Bett bereits bereitet, nur das Wasser fehlt noch. Der Spielplatz, der sich entlang des Bächleins bis zum künftigen Quartiersplatz an der Vilbeler Straße erstreckt, könnte hingegen schon genutzt werden - läge er nicht mitten in Homburgs derzeit größter Baustelle.

In der künftigen Straße "Am Hühnerstein" werden derzeit Gasleitungen verlegt.

Ein knappes Jahr nach dem offiziellen Spatenstich wird langsam sichtbar, wie sich das rund zehn Hektar messende Areal "Hühnerstein" in Ober-Erlenbach einmal präsentieren wird. Zwischen Nieder-Erlenbacher Weg und der Umgehung nach Nieder-Erlenbach entstehen derzeit gleich fünf neue Straßen, die Namen stehen längst fest: "Am Hühnerstein", "Am Kirschgarten", "An der Riedhohl" "Im Wiesengrund" und "In den Auen".

Rund 300 neue Wohneinheiten 

Damit die Briefe an die Neubürger später ihr Ziel finden, hat sie die Post bereits Mitte 2017 in ihr Verzeichnis aufgenommen, nun werden sie sukzessive auch auf den Stadtplänen zu finden sein. Rund 300 Wohneinheiten werden nach Abschluss der Bauarbeiten entstanden sein. Außerdem sind noch eine Kindertagesstätte mit sechs Gruppen (geplante Eröffnung im Juli 2023) und der Neubau des Gerätehauses der Ober-Erlenbacher Feuerwehr geplant.

Anfang August wurden die ersten erschlossenen Grundstücke am Nieder-Erlenbacher Weg (Bauabschnitt 1) an die Bauherren übergeben, die ersten beiden Gruben sind, direkt am künftigen Ortsrand, bereits ausgehoben. Dort ist auch schon die neue Straßenbeleuchtung installiert.

Im Grünstreifen soll später einmal ein Bach fließen. Die Stahlkonstruktion für die Brücke ist bereits installiert.

Über 700 Bewerbungen für die 53 Reihenhäuser

Die großen Arbeiten, um die Entwässerung in Richtung Kläranlage zu gewährleisten, sind ebenfalls abgeschlossen. Die Rohre sind unter der Erde verschwunden, auf dem Wall darüber wachsen bereits wieder die ersten Pflanzen.

Über 700 Bewerbungen hatte es für die 53 Reihenhäuser auf städtischen Grundstücken gegeben, "mittlerweile sind alle städtischen Lose für die Reihenhäuser verteilt", vermeldet Stadtsprecher Marc Kolbe. Bei den Einzelhäusern seien noch fünf von zwölf Flächen zu haben. "Wann die auf den Markt kommen, steht allerdings noch nicht fest." Mit der bisherigen Entwicklung sei die Stadt äußerst zufrieden: "Wir konnten durch die Vergabe im Erbbaurecht Familien mit mehreren Kindern gewinnen - so können Familien bauen, die es sich ansonsten nicht hätten leisten können."

Beim Geschosswohnungsbau, der in der Mitte und im Westen des Geländes geplant ist, stehen ebenfalls die Bauträger fest. Zum Zuge kommen die genossenschaftliche Hochtaunusbau und die Firma Weisenburger Projekt GmbH, die auch die Reihenhäuser auf den städtischen Grundstücken am Hühnerstein baut.

Trotz umfangreicher archäologischen Untersuchungen im Zeitplan

Insgesamt liege die Entwicklung trotz der umfangreichen archäologischen Untersuchungen, bei denen etliche Funde aus vorgeschichtlicher Zeit zu verzeichnen waren, im Zeitplan. Der sieht vor, dass die Grundstücke im zweiten Bauabschnitt - zwischen Grünzug und dem bestehenden Haus an der Vilbeler Straße - im Dezember dieses Jahres übergeben werden. Die Bauabschnitte drei und vier im Süden des Gebiets sollen dann von Februar beziehungsweise Mai an bebaut werden können.

Wo vor kurzem die Archäologen tätig waren, sind mittlerweile die ersten beiden Baugruben ausgehoben worden.

Ein erstes Gebäude wächst bereits an der Vilbeler Straße. Dort, wo ursprünglich die Kita geplant war, entsteht das Blockheizkraftwerk. Die Kindertagesstätte wird dafür - gegenüber den ersten Planungen um 90 Grad gedreht - etwas weiter im Innenbereich errichtet.

Das erste Gebäude, das am Hühnerstein entsteht, ist das Blockheizkraftwerk.

Harald Konopatzki

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