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Okan Karasu (Linke) trägt ein Tattoo vom Homburger Stadtwappen auf seinem Unterarm.

Das geht unter die Haut

Stadtliebe: Okan Karasu (Linke) hat ein Tattoo vom Homburger Wappen auf dem Arm

Okan Karasu (Linke) trägt ein Tattoo vom Homburger Stadtwappen auf seinem Unterarm. Auf seiner Wade trägt er noch ein weiteres Tattoo.

Bad Homburg - Irgendwie ist es ausgleichende Gerechtigkeit: Politisch setzt Okan Karasu (Linke) in der Bad Homburger Stadtverordnetenversammlung und im Kreistag oft und gerne Nadelstiche. 

Okan Karasu (Linke) trägt das Homburger Stadtwappen als Tattoo 

Jetzt bekam er es zurück. Vier Stunden lang ertrug er die Stiche von Gast-Tätowierer Gabor im Studio Tintenherz in der Waisenhausstraße. Das Ergebnis: Ein großes Stadtwappen, das nun zusammen mit dem Zusatz „since 1992“, Karasus Geburtsjahr, seinen rechten Unterarm ziert.

Homburger Stadtwappen-Tattoo ist größer geworden als geplant

 „Es ist jetzt doch etwas größer geworden als ursprünglich geplant“, schmunzelt der Lokalpolitiker. Dass das Signet seinen Platz neben einem großen Löwen (der ja auch das Wappentier für den Hochtaunuskreis und Hessen ist) und dem türkischen Spruch „Der einzige Weg ist die Revolution“ zu finden ist, will er nicht als politische Botschaft verstanden wissen. 

Tattoo: Okan Karasu möchte zeigen, dass er der Homburger Okan ist

„Das einzig Politische an dem Tattoo ist Folgendes: Ich erlebe es auch nach acht Jahren Kommunalpolitik noch, dass ich zeigen muss, dass nicht ,der Türke‘ Okan ans Rednerpult geht, sondern ,der Homburger‘ Okan.“ 

Wappen-Tattoo ist eine Herzenangelegenheit und ein Bekenntnis

Gut möglich also, dass sein nächster Auftritt im Parlament kurzärmlig sein wird. Für ihn sei das Wappen-Tattoo vielmehr eine Herzensangelegenheit und ein Bekenntnis. 

Tattoo vom Einttracht-Adler auf der Wade

„Bad Homburg geht mir unter die Haut, die Stadt wird immer ein Teil von mir sein.“ Bald soll noch ein weiteres Motiv aus der Nachbarschaft hinzukommt. „Wenn man einmal angefangen hat, kann man ohnehin nicht aufhören“, verrät Karasu. Und so ist die Wade bereits für einen Eintracht-Adler reserviert.

(red)

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Tattoo-Entfernung künftig nur noch beim Arzt möglich: In Deutschland dürfen bald nur noch Ärzte per Laser Tätowierungen entfernen. Das hat der Bundesrat am Freitag in Berlin entschieden. Bisher bieten beispielsweise auch private Kosmetikstudios solche Eingriffe an.

Gerichte entscheiden über Polizisten-Tattoos: „Die Polizei Berlin ändert ihren Umgang mit Tätowierungen!”, heißt es fettgedruckt im Bewerbungs-Aufruf der Hauptstadt-Polizei. Tattoos dürfen anders als bisher auch auf den Unterarmen zu sehen sein - ausgenommen sind extremistische, sexistische, gewaltverherrlichende und religiöse Motive.

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