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In Bad Homburg wurde eine Katze mit einem Luftgewehr beschossen (Symbolbild).

Jetzt ermittelt die Polizei

Mann rätselt über seine Katze – was der Tierarzt entdeckt, ruft die Polizei auf den Plan

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In Bad Homburg wundert sich ein Mann über den auffälligen Gang seiner Katze. Was ein Tierarzt dann entdeckt, ruft die Polizei auf den Plan.

Bad Homburg - Ein Katzenhalter aus Kirdorf bemerkte am Samstagabend gegen 18 Uhr einen auffälligen Gang seiner Katze. Das Haustier war zuvor den ganzen Tag über seit etwa sechs Uhr morgens im Freien unterwegs.

Nachdem sich bei der Katze keine Besserung einstellte, suchte ihr Besitzer Anfang dieser Woche eine Tierarztpraxis auf. Dort erfuhr der Mann, was seinem Tier an jenem Tag widerfahren sein muss. Wie der Arzt feststellte, steckte ein Diabolo-Projektil im Becken des Tieres.

Katze in Bad Homburg angeschossen: Projektil in Hüfte

Geschosse dieser Art werden aus Luftdruckwaffen verschossen. Daher liegt die Vermutung nahe, dass jemand am vergangenen Samstag in Bad Homburg auf die Katze geschossen hat. 

Der Katzenhalter suchte daher die Polizei auf und erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Die Kriminalpolizei in Bad Homburg hat nun die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen und Hinweisgeber sich unter 06172- 1200 zu melden.

Zu einem ähnlichen Angriff auf eine Katze war es bereits im Februar im mittelhessischen Halsdorf gekommen. Auch damals hatte ein Unbekannter mit einem Luftgewehr auf eine Katze angelegt. Das Tier wurde in den Kopf getroffen.

Nach Vorfall mit Katze in Bad Homburg: Tierhasser werden in Deutschland hart bestraft

Tierquälerei ist strafbar und kann in Deutschland laut Tierschutzgesetz mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet werden. Wenn es sich bei dem gequälten Tier um ein fremdes handelt, kann dies gesetzlich außerdem als Sachbeschädigung bestraft werden. Tierschützer protestieren seit Jahren gegen den Begriff „Sachbeschädigung“ für die Verletzung eines Tieres – bisher ohne Erfolg.

Für eine Katze in Frankfurt-Eckenheim kam Anfang des Monats jede Rettung zu spät. Nach dem Brand in einer Erdgeschosswohnung in der Gießener Straße konnte die Feuerwehr nichts mehr für das Tier tun.

Mehr Glück hatte eine Katze, die sich in Germersheim in der Balkonbrüstung einer Wohnung im neunten Stock verfangen hatte. Die Feuerwehr konnte eine Absturz des Tieres verhindern. 

Zudem sucht die Polizei in Bad Homburg nach zwei Unbekannten, die in einer Bankfiliale einen Geldautomaten in die Luft gesprengt haben.*

Tobias Möllers

*fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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