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Im Vergleich zum Vorjahr: Zahl der Straftaten bleibt in Usingen in etwa gleich

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Von: Inka Friedrich

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6,5 Prozent aller Straftaten im Hochtaunuskreis wurden im vergangenen Jahr in Usingen begangen. Während die Zahl kreisweit sinkt, zeigt sich bei der ehemaligen Residenzstadt kein eindeutiger Trend.

Polizisten in Uniform (Symbolbild)
Polizei, Uniform (Symbolbild) © Silas Stein/dpa

Usingen. Auch im vergangenen Jahr haben die Straftaten im Hochtaunuskreis weiter abgenommen. Bei einem genaueren Blick in die Kriminalstatistik zeigt sich, dass es im Usinger Land das 14 722 Einwohner starke Usingen ist, in dem die meisten Straftaten verübt worden sind. Insgesamt wurden 2021 in der Buchfinkenstadt 560 Straftaten verzeichnet, das ist ein Anteil von 6,5 Prozent an den Straftaten des Hochtaunuskreises.

Größter Anteil der Straftaten machen Sachbeschädigungen aus

Dabei nahmen Sachbeschädigungen mit 81 Taten den größten Anteil ein (14,4 Prozent), gefolgt von Rauschgiftdelikten (54 Taten, 9,6 Prozent), vorsätzlicher leichter Körperverletzung (53 Taten oder 9,5 Prozent), Beleidigung/übler Nachrede mit 32 Taten (5,7 Prozent) und gefährlicher oder schwerer Körperverletzung 28 Taten (5 Prozent).

Rechnet man die Zahl der gemeldeten Straftaten auf 100 000 Einwohner auf die sogenannte Häufigkeitszahl hoch, so liegt Usingen dabei mit 3804 deutlich unter dem Hessendurchschnitt von 5340. Die Häufigkeitszahl dient dazu, Kommunen miteinander zu vergleichen. Die Aussagekraft dieser Zahl wird jedoch immer wieder diskutiert, da sie von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst wird - unter anderem auch davon abhängt, wie viele Straftaten im Dunkelfeld verbleiben und eben nicht gemeldet werden.

Generell lässt sich für Usingen sagen, dass die Anzahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr ungefähr gleich geblieben ist. Lag sie im Jahr 2019 bei 558 Delikten, stieg sie im Jahr 2020 auf 601 Delikte an, um dann im Jahr 2021 wieder auf 560 Delikte zu fallen. Die Aufklärungsquote in Usingen hat gegenüber dem Jahr 2020 leicht abgenommen. Lag sie in 2020 noch bei 72,5 Prozent, so ist sie 2021 auf 67,9 Prozent zurückgegangen.

Spektakulärer Fall: Eine Fabrikhalle voll Cannabis

Gerade im Bereich Rauschgift hat in Usingen im letzten Jahr ein äußerst bemerkenswerter Fall ereignet: Im Juni hatten Beamte der Polizeidirektion Hochtaunus zusammen mit Kräften des Landeskriminalamtes in Usingen eine Cannabisplantage mit über 800 Pflanzen, diversen Portionierungs- und Verpackungsgeräten in einer alten Fabrikhalle ausgehoben. Die angebauten Pflanzen sollten wohl zu Marihuana weiterverarbeitet werden. Zusätzlich fanden die Beamten etwa 20 Kilogramm verarbeitetes Rauschgift.

Der Tatverdacht richtete sich gegen einen 30-jährigen Bad Homburger sowie einen 26-Jährigen aus Rosbach. Anschließend wurden auch Wohnungen und Arbeitsstellen der beiden Männer durchsucht. Auch dort wurde die Polizei fündig: Sie stellte weitere Drogen (auch Kokain), eine scharfe Schusswaffe sowie etwa 17 000 Euro Bargeld sicher. Zudem zeigte sich, dass die beiden offenbar einen Komplizen hatten: Ein 33-jähriger Kollege des einen Täters hatte im Kofferraum seines Autos etwa 19 Kilogramm Haschisch gebunkert, das ebenfalls aus Cannabis hergestellt wird.

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