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In "DaZ"-Klassen Deutsch lernen

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GHS-Angebote für Geflüchtete

Usingen -Vor etwa sechs Wochen nahm die Helmut-Schmidt-Schule (GHS) die ersten ukrainischen Schüler auf. Im Abstand von wenigen Tagen kommen noch immer weitere hinzu. Gleichzeitig wurden 17 Kinder aus Afghanistan und Syrien, von denen viele in der Erbismühle leben und die ebenfalls so gut wie kein deutsch sprachen, angemeldet. Sie alle waren jetzt mit ihren Eltern zu einem Kaffeenachmittag inklusive Führung durch die Schule eingeladen.

Schulleiterin Lorraine Schmidt begrüßte die Gäste und gab einige wichtige Informationen zum Stundenplan, zu den Lernformen an der GHS und zu der Lern- und Kommunikationsplattform, welche die Kinder online nutzen. Verschiedene Lehrkräfte übersetzten die Ausführungen der Schulleiterin auf Ukrainisch, Farsi und Englisch, sodass alle Anwesenden von den Informationen profitieren konnten. Die Schüler ihrerseits stellten sich nacheinander auf Deutsch vor, erzählten, wie alt sie sind, wo sie herkommen und wo sie jetzt wohnen. Insgesamt sind es knapp 35 Kinder, vorwiegend Jungen zwischen elf und 15 Jahren, die mehrheitlich in Usingen, Grävenwiesbach und in der Erbismühle leben. Sie alle besuchen für vier Stunden am Tag sogenannte "DaZ"-Klassen - die Abkürzung steht für "Deutsch als Zweitsprache". An der GHS gibt es zwei solcher Klassen, in denen die verschiedenen Nationalitäten gemischt sind, damit sich eine Klassengemeinschaft nicht nur in ihrer Muttersprache unterhält. In den übrigen Unterrichtsstunden sind die Schüler ihrem Alter entsprechend einer Regelklasse zugeordnet, wo sie Kontakt zu ihren deutschen Mitschülern knüpfen.

"Unser Ziel ist, dass die Kinder schnell und gut Deutsch lernen, damit sie zunehmend am Unterricht in ihrer Regelklasse teilnehmen können", erläuterte Celine Cojocar, die die DaZ-Klassen gemeinsam mit weiteren Kolleginnen unterrichtet. Die Eltern der Kinder zeigten sich sehr dankbar für die Informationen und dafür, dass die Schule ihre Kinder aufgenommen hat, wie Lehrerin Iryna Folmann berichtete. Sie erkundigten sich bei den Lehrkräften, wie ihre Kinder mitkommen, und wie sie als Eltern unterstützen können, etwa durch einen eigenen Zugang für die Lernplattform.

Ein Zeugnis gibt es auf jeden Fall

Auch bestand Interesse an den Nachmittagsangeboten der GHS, einerseits an den AGs, die je nach Interesse gewählt werden können, und andererseits an der Betreuung. Eine weitere brennende Frage war zudem, wie es weitergeht. Ein Zeugnis bekommen sie auf alle Fälle, versicherte Schulleiterin Schmidt. Welche Klasse sie nach den Sommerferien besuchen, darüber werde in Klassenkonferenzen entschieden. cur

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