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In Gedanken bei Partnergemeinde

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In Lubumbashi herrscht der Hunger

Wehrheim -Es sei alles andere als selbstverständlich, dass nach wie vor so viele Menschen aus Wehrheim der Partnergemeinde in Lubumbashi in der Demokratischen Republik Kongo die Treue halten, zeigt sich Pfarrer Matthias Laux dankbar. Gerade in den unruhigen und verunsichernden Zeiten, nach zwei Jahren Pandemie, dem schlimmen Krieg in der Ukraine mit all seinen Gräueltaten und den galoppierenden Preisen für Energie und Lebensmittel seien die Menschen hier schon sehr belastet, emotional wie finanziell. Trotzdem sei die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung groß.

"Wir sind sehr froh und dankbar, dass Sie uns und unsere Partner im Kongo weiterhin unterstützen", betont Laux. "Viele Menschen in Lubumbashi wissen beim Aufstehen noch nicht, was und ob überhaupt an diesem Tag etwas auf den Tisch kommt. Die Pandemie hat ihre Situation verschlimmert, der Ukraine-Krieg hat Auswirkungen bis auf ihre Teller. Hinzu kommen tägliche Gewalterfahrungen, die Angst, abends noch aus dem Haus zu gehen, und Auseinandersetzungen mit Rebellen sind an der Tagesordnung", beschreibt Laux die Situation in der Partnergemeinde.

"Dennoch fühlen sich unsere Partner von Gott gesegnet und beschützt, das ist ihnen ein großer Trost, das haben wir bei Besuchen bewundernd erleben dürfen. Daran können wir uns ein Beispiel nehmen, auch wir dürfen unser Leben in Gottes Hand legen, sollten dabei aber auch die nicht vergessen, deren Leben immer mehr aus den Fugen geraten scheint. Sie als Spender und Unterstützer sind für die Menschen im Kongo ein wichtiges Zeichen, dass sie nicht vergessen sind, dass wir in Gedanken, Gebeten, aber auch ganz real bei ihnen sind und sie unterstützen", wendet sich Laux an die zahlreichen Unterstützer. Um über die neuen Entwicklungen und die Verwendung der Spendengelder zu informieren, aber auch um gemeinsam in Gedanken verbunden mit den Menschen in der Partnergemeinde zu feiern, lädt der Partnerschaftsausschuss für den morgigen Sonntag, 3. Juli, ab 10 Uhr in die evangelische Kirche zum Partnerschaftsgottesdienst ein.

Morgen geht es zum Gottesdienst

"Wir möchten in diesem Gottesdienst unsere Sorgen teilen, denn der Krieg in der Ukraine und die nach wie vor anhaltend gefährdete Sicherheitslage im Kongo lassen uns danach fragen, wie Friede werden kann. Menschen aus Wehrheim und Lubumbashi sollen dazu zu Wort kommen, und die Gruppe Mato Triolo wird den Gottesdienst mit afrikanischen Rhythmen begleiten. Feiern Sie mit uns und lassen Sie uns gemeinsam die Verbundenheit spüren und unsere Sorgen teilen", lädt Laux ein.

Als Gäste werden auch in diesem Jahr wieder Pfarrer Dr. Jean Mutombo und seine Familie begrüßt, Mutombo wird auch die Predigt halten. Nach dem Gottesdienst wird Gelegenheit sein, bei Kaffee, Tee und einem kleinen Imbiss miteinander ins Gespräch zu kommen. Es wird auch Neuigkeiten zu den Patenschaften geben, die gerade für Mädchen, die in Sachen Bildung nach wie vor benachteiligt sind, immens wichtig sind, um ihnen einen durchgängigen Schulbesuch zu ermöglichen.

"Außerdem beschäftigen wir uns zurzeit im Partnerschaftsausschuss in Wehrheim damit, wie es mit dem Haus und dem Grundstück von Schwester Rose Vogelmann weitergehen kann, etwa wie wir möglicherweise einen Teil davon als Wohnstätte für benachteiligte Menschen nutzen können", informiert Laux. sai

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