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Interesse an Musik und Kunst

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Der Vorstand mit Friederike Richter-Wedell (vorne in der Mitte mit roter Jacke) an der Spitze hat den Kulturkreis gut durch die Corona-Zeit gebracht und für die neue Saison ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm geplant. © Red

Hochtaunuskreis. »Ich war schon in Sorge, die Menschen gewöhnen sich an eine kulturlose Zeit, aber das Gegenteil ist zum Glück der Fall«, sagte die wiedergewählte Vorsitzende des Kulturkreis Usinger Land, Friederike Richter-Wedell, am Mittwoch in der Mitgliederversammlung. In der zweiten von Corona geprägten Saison fanden bis auf die Artelino-Ausstellung alle Veranstaltungen, wenn auch unter Corona-Bedingungen und mit zum Teil reduzierter Besucherzahl, statt.

In der Saison davor waren nur drei von zwölf Veranstaltungen möglich gewesen. Dafür gab es eine vom Land geförderte Zusatzveranstaltung mit dem »Mehrkulturwagen« in Zusammenarbeit mit dem Kronberger Kulturkreis und unter Einbindung der Usinger Gastronomie. Diese Veranstaltung war dann quasi der Aufbruch in die Saison 2021/22, wo die Organisatoren wieder mehr Kultur wagen durften.

Filmabend nicht mehr im Programm

Die Besucher zogen mit, obwohl sie sich anders als früher vorher online anmelden und ihre Kontaktdaten hinterlegen mussten. Anfangs waren Abstände einzuhalten und Masken zu tragen, dann galt die 2G-Regelung. Um die Sicherheit zu gewährleisten und mehr Besuchern die Teilnahme an den Konzerten zu ermöglichen, ist der Kulturkreis auf größere Säle ausgewichen. Gar nicht mehr funktioniert, obwohl das Interesse dafür groß war, hat der beliebte Filmabend. »Seit Corona ist eine Veranstaltung im Kino in Neu-Anspach nicht mehr sicher planbar«, erklärte die Vorsitzende.

Auch in der neuen Saison 2022/23 wird es keine Kinoveranstaltung geben. Aber Vorstand und künstlerischer Beirat haben erneut ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm mit 13 verschiedenen Angeboten zusammengestellt (siehe Info-Box). Wieder aufgegriffen haben die Planer die Veranstaltung »Neue Musik im Gespräch«. Diese soll durch Musikvermittlung das Interesse an »Neuer Musik« wecken. »Anders als viele meinen, ist ›Neue Musik‹ keine Katzenmusik, man muss sie nur verstehen«, ist die Vorsitzende überzeugt. Außerdem will der Kulturkreis mit einem Programm für Kinder und junge Familien diese Altersgruppe wieder mehr ansprechen.

Saisonstart am 9. Oktober

Später als sonst startet die Saison am 9. Oktober mit Kammermusik und dem Eliot-Quartett. Das Usinger Kammerorchester unter Leitung von Waltraud Karsch darf natürlich nicht fehlen. Mit zwei Jahren Verspätung will die Künstlergruppe Artelino mit einer Ausstellung ihr 40-jähriges Bestehen nachfeiern. In diesem Jahr soll es auch wieder ein Adventskonzert geben. Unverzichtbar im Programm ist auch ein Klavierabend.

Hochkarätige Künstler hat der Kulturkreis auch für ein Jazzkonzert und einen Kabarettabend gewonnen. Interessant werden dürfte auch die Lesung mit einem aus der Ukraine stammenden Journalist, Musiker und Schriftsteller. Blockflöten aller Größen werden von Flautando Köln zu hören sein. Zum Abschluss der Saison tritt das Kreis-Jugendsinfonieorchester auf.

Vakantes Amt ist jetzt besetzt

Positive Rückmeldungen der Künstler, die nach Aussage der Vorsitzenden gerne nach Usingen kommen und auch gut bezahlt würden, aber auch begeisterte Besucher und die mit 218 beinahe konstant gebliebene Mitgliederzahl im Kulturkreis zeigen, dass der Vorstand ein gutes Händchen hat.

So wunderte es nicht, dass Vorsitzende Friederike Richter-Wedell und zweite Vorsitzende Monika Zimmermann genauso wiedergewählt wurden wie Kassenwartin Ellen Nöll und Schriftführerin Sylvia Schwab. Wieder besetzt wurde das bisher vakante Amt der dritten Vorsitzenden mit Simone Hermanns. In den künstlerischen Beirat wiedergewählt wurden Celestine Morlinghaus-Wolff (Vorsitz), Waltraud Kohler, Gerhard Rose, Roswitha Sagolla und Ariadna Vogt. Neu dazugekommen sind Ingeborg Rose und Shobha Muncke. Auf eigenen Wunsch ausgeschieden sind Rosi Altenhofer, Marjoleen Boss und Gisela Muncke.

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