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»Jede noch so kleine Tat hilft«

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Lorine Sumono hat eine Klimaschutzumfrage gestartet. © privat

NEU-ANSPACH. Ich beziehe Ökostrom, ich fahre ein Elektroauto und ich ernähre mich vegetarisch oder vegan; das sind nur drei von 14 Fragen, die etwas über umweltfreundliches Konsumverhalten der Neu-Anspacher verraten. Lorine Sumono möchte es gerne genau wissen und hat die Klimaschutzumfrage entwickelt. Es kann jeder Neu-Anspacher teilnehmen, egal welchen Alters.

Die Teilnahme ist anonym. Sumono hofft, dass ihr möglichst viele Neu-Anspacher zwei Minuten ihrer Zeit schenken, um die Umfrage zu machen.

Die 19-Jährige studiert im fünften Semester Kommunikationsdesign in Frankfurt. »Ich führe die Umfrage nur in Neu-Anspach durch, da ich als Semesterarbeit im Fach Informationsdesign eine Broschüre mit Informationsgrafiken zum Klima- und Umweltschutz in meinem Heimatort mache. Die Auswertung der Umfrage bildet dann eine der Informationsgrafiken ab«, sagt die Neu-Anspacherin. Sie will in dieser Grafik darstellen, auf wie viel Prozent der Teilnehmer die genannten Maßnahmen zutreffen.

Es geht immer um umweltfreundliches Verhalten, sogar der Konsum von Leitungswasser zählt dazu. Alle Maßnahmen könne man in seinen Alltag integrieren. »Somit wird durch die Grafik ein Bild abgegeben, was Neu-Anspacher bereits an Umweltschutzmaßnahmen in ihrem Alltag durchführen. Ich finde, jede noch so kleine Tat hilft unserer Erde und genau dazu soll die Umfrage auch anregen«, sagt sie. Und die Teilnehmer haben etwas davon, denn die Info-Grafiken sollen im nächsten Jahr auf der Homepage der Stadt veröffentlich werden.

Die Umfrage ist seit dem 29. Oktober online und bis Ende Januar 2022 verfügbar. »Bis jetzt haben über 160 Menschen teilgenommen. Ich bekomme viel positives Feedback. Auch habe ich schon gehört, dass sich nach der Beantwortung der Umfrage jemand als ›Umweltsünder‹ gefühlt hat. Allerdings möchte ich betonen, dass der Anspruch ja gar nicht sein muss, alles mit Ja beantworten zu können. Eher im Gegenteil: Wenn ich schon nur einen Punkt mit Ja ankreuzen kann, ist das doch ein Sache mehr, die ich für die Umwelt tue«, sagt Sumono.

Sie selbst könne auch nicht alle 14 Fragen mit »Ja« beantworten. Doch sie versuche, so umweltfreundlich wie möglich zu leben. »Ich esse kein Fleisch mehr und wir kaufen keine Plastikwasserflaschen mehr. Ich kaufe unter anderem auch plastikfreie Kosmetik. Zur Uni fahre ich mit der Bahn, ich fahre kurze Strecken mit dem Fahrrad und ich kaufe auch mal Secondhand-Kleidung. Aber auch hier kann ich sagen: Ich bin nicht im-mer umweltbewusst. Ich fahre auch mit dem Auto und kau- fe auch neue Kleidung«, sagt sie.

Studieren in Corona-Zeiten

Seit Oktober 2019 ist Lorine Sumono Studentin, hat also direkt nach dem Abitur damit angefangen - und zwar noch vor dem Corona-Ausbruch. »Ich hatte das Glück, im ersten Semester noch ohne Corona studieren zu dürfen. In den darauffolgenden vier Semestern haben wir uns in allen Kursen online getroffen. Das war nicht schön, da man vor allem am Anfang der Pandemie 2020 sehr abgeschottet war und nur noch zu Hause war. Der Austausch unter uns Studierenden, der so wichtig ist, hat total gefehlt«, sagt die 19-Jährige. Mittlerweile haben sie und ihre Kommilitonen sich an den Online-Unterricht gewöhnt, es gab zwischendurch auch wieder Präsenzunterricht.

Grafikdesign oder visuelle Kommunikation sind vielen Menschen ein Begriff, aber was lernt die Kommunikationsdesignerin? Der zweite Teil des Wortes verrät schon, dass es auch ums Entwerfen von Dingen geht. »Die Fächer reichen von Fotografie, Filmproduktion, 3-D-Animation, Editorial-Design, also Magazindesign, Informationsdesign, Corporate Design, Buchdesign, bis hin zu Print-Kampagne, Trickfilm und Verpackungsdesign. Wir entwickeln kreative Ideen und erarbeiten uns gestalterische Fähigkeiten, die Aspekte wie Schriftfindung, Illustration und Fotografie umfassen«, erklärt Sumono. Das Studium sei sehr abwechslungsreich.

Das Pflichtpraktikum machen die Studenten zum Beispiel in Werbeagenturen, Designbüros und Filmproduktionen. Das sind auch Unternehmen, in denen fertige Kommunikationsdesigner arbeiten.

Zur Umfrage unter www. neu-anspach.de/sv_neu_anspach/ und dann etwas herunterscrollen zu den Nachrichten vom 23. November.

Nina Fachinger

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