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Jetzt kann Abi gefeiert werden

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Unternehmer Hartmut Herzog übergibt den Scheck an den Abiturienten Cameron Majer. © Rinke

Unternehmer Hartmut Herzog organisiert 3000 Euro an Spendengeldern

Usingen -Corona hat es nötig gemacht, dass sich alle Menschen zurücknehmen mussten, egal ob Jung oder Alt, ob Unternehmen oder Privatleute. Veranstaltungen beispielsweise waren nicht möglich. Das hatte auch Unternehmer Hartmut Herzog im Kopf, als er den Spendenaufruf des Abiturjahrgangs der Christian-Wirth-Schule zur Finanzierung des Abiballs in der Zeitung las. Sofort war ihm klar: Er möchte den Abiturienten in Usingen helfen.

Denn diese haben zum Zeitpunkt des Aufrufs kaum Geld in ihrer Kasse. "Normalerweise finanzieren wir unseren Abiball durch Veranstaltungen während der Oberstufenzeit, bei denen wir etwa das Catering übernehmen", erklärt das Komitee, das sich um die Planung des Balls kümmert. Durch die pandemiebedingten Einschränkungen hätten aber nahezu keine Feste stattfinden können, und somit habe es auch keine Einnahmen gegeben. Das habe den Jahrgang schließlich auf die Idee gebracht, lokale Unternehmen in der Zeitung um finanzielle Unterstützung zu bitten.

Bei Herzog, Geschäftsführer der Securvesta, liefen die Abiturienten in offene Arme. "Ich wollte auf keinen Fall zulassen, dass der Jahrgang auf seinen Abiball verzichten muss", erzählt Herzog. Deshalb habe er sich direkt an Cameron Majer gewandt. Der Abiturient hatte sich um die Anzeige in der Zeitung gekümmert und freute sich riesig, als der Unternehmer seine Spendenbereitschaft signalisierte. "Bei unserem ersten Telefonat habe ich das Konzept vorgestellt, denn alle Geldgeber dürfen eine Anzeige in unserem Abibuch schalten", erklärt Cameron.

Miteinander statt Gegeneinander

Anfangs habe er mit ein paar wenigen Anzeigen gerechnet, doch Herzog überraschte ihn. Denn dem Geschäftsführer gelang es, noch mehr Unternehmen zum Spenden zu animieren. "Fast 40 regionale Unternehmen haben sich nach meinem Aufruf zusammengetan und eine beachtliche Summe von 3000 Euro gestiftet", erzählt der Unternehmer stolz.

Möglich wurde das durch das Unternehmensnetzwerk "Business Network International" (BNI). In dieser Vereinigung bekommen regionale Geschäftsleute die Möglichkeit, mehr Umsatz durch neue Kontakte und gegenseitige Empfehlungen zu generieren. "Unser Motto lautet: Wer gibt, gewinnt", erklärt Herzog das Konzept. Dabei sei den Unternehmen vor allem wichtig, ein Miteinander statt dem in der Wirtschaft weit verbreiteten Gegeneinander zu leben. "So können die heimischen klein- und mittelständischen Unternehmen effektiv unterstützt werden."

Herzog ist froh darüber, dass auch den anderen Unternehmen etwas am Abiball der CWS-Schüler liegt. "Insgesamt war die Aktion ein echtes Gemeinschaftsding", erzählt der Versicherungs- und Finanzmakler, auch wenn seine Firma Hauptsponsor gewesen sei. Frei nach dem Motto "Ärmel hoch und los". Über die finanzielle Hilfe der regionalen Unternehmen freut sich neben den Organisatoren des Abiballs nun auch die für das Abibuch zuständige Schülerin.

Ball und Buch sind gesichert

Denn ohne die Spenden wäre die Finanzierung dieses Projektes ebenfalls schwierig geworden. "Das Abibuch ist ein Herzstück unseres Jahrgangs", sagt Mia-Sophie Meiser. Denn es sei mit den selbstgestalteten Seiten von Lehrern und Schülern eine Erinnerung an die gemeinsame Schulzeit. "Deshalb bedanken wir uns bei allen Sponsoren, ohne die es nicht einfach geworden wäre, unser Abitur gebührend zu feiern."

So ist die Spende der vielen regionalen Unternehmen für beide Seiten eine positive Erfahrung. "Die Firmen können ihre Anzeigen in unserem Abibuch veröffentlichen und bekommen so mehr Aufmerksamkeit, und unser Jahrgang bekommt die Möglichkeit, den Abiball sorgenfrei veranstalten und alle Projekte umsetzen zu können", fasst Cameron Majer zusammen. Dem hat auch Mia-Sophie Meiser nichts hinzuzufügen, außer dem diesjährigen Abimotto. Denn dank der finanziellen Unterstützung passt das jetzt sehr gut - "It's gonn Abi legendary!"

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