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Keinen Schritt weiter

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Wehrheim (inf). Spätestens nach den Mitteilungen in der Gemeindevertretung Wehrheim zeigt sich: Auch wenn der Sperrvermerk für Renovierungsarbeiten am Turm des Roten Rathauses einstimmig aufgehoben wurde, scheint die Diskussion rund um den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes noch lange nicht abgeschlossen zu sein.

Sowohl der Geschichtsverein als auch die Landjugend kündigten direkt nach der Sitzung Stellungnahmen an. »Ich bin entsetzt, zu hören, was einige Fraktionen hier zum Thema Verkauf unseres Kulturguts gesagt haben«, erklärte der Vorsitzende der Wehrheimer Landjugend, Norbert Hartmann, zu dem Zeitpunkt, als er eigentlich einen Antrag der CDU zum Thema »Neue Schrebergartenflächen für Wehrheim« einbringen wollte.

Bei den Mitteilungen aus den Ausschüssen, vermied der zur Neutralität verpflichtete Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses (HFA), Oliver Matyschik (CDU), zwar, Ross und Reiter derjenigen zu nennen, die einen privaten Verkauf des Roten Rathauses angesprochen hatten. Dennoch wusste nach der Presseberichterstattung jeder, wer schlussendlich gemeint war.

Klaus Schumann (FDP) hatte bereits im HFA die Überlegung angestoßen, ob das bisherige Nutzungskonzept des Roten Rathauses im Hinblick auf die Kosten-Nutzen-Relation so optimal sei - und man sich darüber möglicherweise noch einmal Gedanken machen sollte.

Die CDU hatte am Donnerstagabend mehrfach betont, dass man das in der Vergangenheit bereits lang und breit getan habe. Zudem hatte Schumann geäußert, ob es nicht zielführender sei, das Gebäude an einen Investor zu veräußern, der die Maßnahmen für die notwendigen Restaurierungsarbeiten, die vom Denkmalschutz ja vorgeschrieben seien, finanziell leichter von der Steuer absetzen könne, als die finanziell ohnehin schon angeschlagene Gemeinde.

Öffentliche Debatte angeregt

Was Schumann jedoch auch angeregt hatte - und das wurde am Abend der Gemeindevertretersitzung mit keinem Wort erwähnt - war der Vorschlag, eine öffentliche Debatte über die Zukunft des Roten Rathauses zu führen, in der man die Wehrheimer Bürger einmal direkt dazu befragt, ob man das sanierungsbedürftige Gebäude verkaufen soll oder nicht. Schlussendlich haben alle Fraktionen zugestimmt, 41 000 Euro, die für Arbeiten rund um das dringend sanierungsbedürftige Eingangsportal des Gebäudes vorgesehen sind, freizugeben.

Doch die weitere Zukunft ist noch ungeklärt - und damit auch die Frage, ob auch der Rest der Fassade des Gebäudes in der nächsten Zeit saniert werden wird oder eben nicht.

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