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Kita Hasselbach als Vorbild?

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Weilrod (red). Die Zukunft des Kindergartens in Hasselbach ist aktuell Gegenstand der Diskussion in den politischen Gremien der Gemeinde - so auch im Hasselbacher Ortsbeirat am Donnerstag (19.30 Uhr) in der Alten Schule. Es geht um die Frage, ob ein Neubau des Kindergartens möglich ist, wenn Bau und Betrieb durch einen privaten Anbieter gewährleistet würden.

Dazu bezieht die SPD Weilrod nun Stellung. »Wir haben immer wieder zum Ausdruck gebracht, dass nach unserer Auffassung ein Kindergarten grundsätzlich durch die Kommune selbst betrieben werden sollte«, lassen sich der Vorsitzende der SPD-Fraktion und sein Stellvertreter, Dr. Stephan Wetzel und Armin Klimmek, in einer Mitteilung zitieren.

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung habe die SPD dem Verfahrensablauf grundsätzlich zugestimmt - allerdings unter der Voraussetzung, dass zunächst die betroffenen Mitarbeiterinnen und den Elternbeirat des Kindergartens in Hasselbach zu den Planungen von der Verwaltung angehört werden. Sollten sich hierbei spürbare Vorbehalte gegen die Planungen ergeben, müsse darüber in den Gremien erneut beraten werden.

Wetzel und Klimmek machen nun deutlich, dass die SPD der Auffassung ist, dass die Gemeinde den Kindergarten auch selbst neu planen und bauen könne - wie in der Vergangenheit. Dafür gebe es auch die Bereitschaft, die Gemeindeverwaltung gegebenenfalls personell aufzurüsten.

Ihre grundsätzliche Überzeugung, wonach kommunale Infrastruktur auch in kommunaler Hand bleiben solle, sei kein zwingendes Ausschlusskriterium. Entscheidend sei die Akzeptanz in der Bevölkerung. Die bisherigen Diskussionen hätten keinen signifikanten Widerstand erkennen lassen. Vor diesem Hintergrund habe die SPD ihre Bedenken zwar zum Ausdruck gebracht, sich dem Planungsverlauf aber nicht entgegengestellt. Wichtig sei vor allem, dass der Neubau realisiert werde.

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung sei durch die FWG allerdings in Aussicht gestellt worden, dass eine Privatisierung des Hasselbacher Kindergartens Vorbildfunktion für andere Weilroder Einrichtungen haben könnte. Damit stelle sich nicht nur in Hasselbach, sondern für alle Erzieherinnen und Erzieher und alle Eltern in Weilrod die Frage, ob sie zukünftig den Betrieb der Weilroder Kindergärten in privater Hand befürworten oder nicht. »Sollten in den Reihen der Erzieherinnen und Erzieher und der Elternschaft ähnliche Vorbehalte wie bei uns bestehen, dann müssen diese nun artikuliert werden«, erklärten Wetzel und Klimmek. Ansonsten werde die SPD, die auch einem privaten Anbieter den ordnungsgemäßen Betrieb eines Kindergartens grundsätzlich zutraue, die weiteren Planungen konstruktiv aber kritisch begleiten.

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