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Monika Mosch wollte wissen, was dieses Stillleben von Hermann Koch wert ist.

Auktionshaus

Beim Expertentag wird der Wert von Kunst und Raritäten festgestellt

Aufgrund der großen Resonanz im Frühjahr, veranstaltete das Auktionshaus Königstein erneut den Expertentag. Kunstwerke, Schmuck, Erbstücke oder sonstige liebgewonnene Kostbarkeiten nahmen die Spezialisten unter die Lupe.

Im Auktionshaus Königstein tummeln sich Menschen mit Taschen, Kisten und Kartonagen. Der eine packt ein, der nächste packt aus. Eben noch hinter Plastikfolie und Schutzfilz versteckt, offenbart sich manch unerwartete Rarität. Mal ein großer, alter Ölschinken, mal ein kleines filigran geschliffenes Diamantarmband.

„Wir haben heute einen richtigen Gemischtwarenhandel“, sagt Detlev Janß, Geschäftsführer des Auktionshauses. Zum zweiten Mal können Interessierte bei Janß und seinem Expertenteam, den Kunsthistorikerinnen Dr. Silke Eberhardt und Ann Berit Fuchs, Raritäten schätzen und bei Interesse versteigern lassen.

„Die Leute erfahren bei uns mehr über die Historie hinter ihren Gegenständen“, erklärt Detlev Janß. Silke Eberhardt ergänzt: „Ich ermuntere jeden, Dinge bei einem Experten schätzen zu lassen. Denn nur so lässt sich der wahre Wert erkennen. Man geht ja mit seinem Auto auch zum Autohändler und nicht irgendwohin.“ Eine kompetente Expertise beuge Missverständnissen vor.

„Wir könnten heute Nummern vergeben“, sagt Detlev Janß im Hinblick auf den Besucherandrang. Sein Team freue sich über die Vielfalt der mitgebrachten Schätze. „Wir haben nicht nur interessante Bilder alter Meister des neunzehnten Jahrhunderts. Auch moderne zeitgenössische Kunst konnten wir begutachten“, erklärt Silke Eberhardt. „Etwas Besonderes waren zweifelsfrei bekannte Exemplare aus dem 20. Jahrhundert des amerikanischen Expressionismus“, ergänzt Birte Fuchs.

Gerne klären Janß und sein Team die Besitzer über kunsthistorische Strömungen auf und geben Hilfe, welche Preise am Markt realisierbar sind. Die Expertise für die Wertgegenstände ist kostenfrei.

„Egal, ob Schmuck, Porzellan, militärische Antiquitäten, alte Gemälde, moderne Kunst oder anderes. Wir sind auf alle Schätze neugierig“, sagt Janß, den auch privat die Sammelleidenschaft gepackt hat.

Er vergleicht seine Passion mit einer Schatzsuche. Denn es sei nicht alles Gold, was glänzt. Die Erfahrung lehre ihn vor allem eins: „Große, bekannte Namen haben immer ihren Wert. Das sind bei Gemälden die bekannten Künstler. Im Bereich Schmuck zeigen Marken wie Tiffany oder Cartier Wertbeständigkeit.“

Weniger Nachfrage spürt man zurzeit im Markt der alten Meister, wie zum Beispiel Landschaftsbildern aus Erbnachlassen. „Besser verkauft sich da die klassische Moderne oder zeitgenössische Kunst. Da ist das Angebot begrenzt. Denn die Besitzer sind meist noch jünger und behalten ihre Kunstwerke“, erläutert der Experte Janß. Porzellan und andere typische Hinterlassenschaften aus Nachlasshaushalten seien weniger gefragt. „Hier haben wir ein größeres Angebot.“

Detlev Janß und seine Frau Silke sind über die vielen Besucher im Laden froh. „Denn in der Ausstellung sieht es im Moment ein bisschen kahl aus. Die letzte Auktion ist ja erst am 22. September gewesen und hat unseren Bestand enorm schrumpfen lassen.“ Man ist optimistisch: „Die meisten Besucher möchten sich von ihren Sachen trennen und auf der nächsten Auktion versteigern lassen.“ Dann füllen sich die Auslagen wieder.

Bereits heute blickt Ehepaar Janß optimistisch auf die Auktion am 19. Januar, die um 11 Uhr beginnen wird. Kunden aus aller Welt werden dann wieder per Online-Liveübertragung Einblicke in die Kostbarkeiten aus dem Königsteiner Expertentag erhalten und auf die Jagd nach dem größten Schatz gehen.

Das Auktionshaus Königstein nimmt noch bis 29. Dezember Einlieferungen entgegen, die dann am 19. Januar 2019 versteigert werden. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter (0 61 74) 9 69 42 48 oder per E-Mail an info@auktionshaus-koenigstein.de.

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