MINT-Projekt

Carls Stiftung fördert kluge Köpfe

Zum ersten Mal hatte die Königsteiner Carls Stiftung unter allen Königsteiner Grundschulen einen naturwissenschaftlichen Wettbewerb ausgelobt. Vorangegangen war ein einjähriges Projekt der Stiftung an den Schulen. Die Gewinner erhielten Geldpreise für die Klassenkasse.

Deutsche Unternehmen klagen immer häufiger und lauter, dass hierzulande Naturwissenschaftler fehlen. Dazu passt, dass Mathe, Physik oder Chemie bei den wenigsten Schülern ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen. Um hier mehr Begeisterung zu wecken und Talente zu fördern haben weiterführende Schulen, wie beispielsweise das Taunusgymnasium, bereits das Programm MINT implementiert. Dabei handelt es sich um ein Projekt zur intensiven Förderung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Genau diesen Ansatz möchte die Königsteiner Carls Stiftung auch auf Grundschulen ausweiten. Früh übt sich schließlich, wer später einmal erfolgreicher Daniel Düsentrieb ist.

Zum ersten Mal konnten Kinder der vier Königsteiner Grundschulen, Königstein, Falkenstein, Mammolshain und Schneidhain auf Initiative der Carls Stiftung experimentieren.

An vielen abwechslungsreichen Stationen, die die Stiftung den Grundschulen als Leihgabe zur Verfügung gestellt hatte, wurden naturwissenschaftliche und physikalische Phänomene vorgestellt. Unbekümmertes Ausprobieren stand auf dem Stundenplan. Optische Täuschung, Wasserkraft, Elektrizität oder Magnetismus wurden den Kindern mit lebensgroßen Modellen zum Testen nähergebracht.

„Die Ideen zu den Stationen hatten wir von einem anderen Projekt eingeholt und dann nach unseren Vorstellungen gebaut“, so Jörg Christmann, Stiftungsmanager der Carls Stiftung.

„Das Projekt kam an und die Kinder waren begeistert“, unterstreicht Bettina Bickmann, Schulleiterin der Schneidhainer Grundschule am Kastanienhain.

Den Enthusiasmus der Kinder belohnte die Stiftung im Rahmen eines Schülerwettbewerbs im Anschluss an das Projekt.

„Die Kinder aller Schulen und Jahrgangstufen waren eingeladen mitzumachen. Im Wettbewerb durften die Kinder einzeln oder in Gruppen ihre Lieblingsstation nachbauen, malen oder anderweitig interpretieren“, so der Stiftungsmanager. Viele Kinder beteiligten sich und ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Mal kamen dabei Papier und Buntstift zum Einsatz, mal sogar eine Ukulele. Kinder, Lehrer und Stiftung staunten nicht schlecht, was die eifrigen Forscher zustande brachten. „Das machte es unserer Jury auch wirklich nicht einfach“, erklärt Claudia Freitag, die für die Stiftung in der fünfköpfigen Jury saß.

Das Finale mit der Bekanntgabe der Gewinner fand kurz vor den Sommerferien im Foyer der Schneidhainer Grundschule statt. Die Exponate der Finalisten beeindruckten die Eltern. Aus Falkenstein, Königstein und Mammolshain waren sie angereist, um das Engagement ihrer Schützlinge zu ehren.

Alle Finalteilnehmer wurden mit einem Gutschein für die Königsteiner Buchhandlung Millennium bedacht. Desweiteren gab es für jede Klassenstufe drei Geldpreise, nach Platzierung in 100, 200 und 300 Euro gestückelt. Insgesamt wurden Preise im Wert von dreitausend Euro vergeben. Den ersten Platz in der Jahrgangsstufe vier holten Julius Frick und Luis Kossa mit ihrer genialen Murmelbahn. „Ich weiß noch nicht was wir mit dem Geld machen. Für eine große Portion Eis pro Schüler reicht das Geld aber bestimmt“, so Julius. Der erste Preis der Jahrgangsstufe drei ging an Daniel Baeder aus der Grundschule Königstein. Johannes Höllering aus der Grundschule Schneidhain landete in der Klassenstufe zwei ganz vorne. Über Platz eins bei den ersten Klassen freute sich Lucy Stadler von der Grundschule Königstein.

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