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Den Verkehrsversuch fortsetzen

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Der Wegfall der oberirdischen Parkplätze in der Adelheidstraße ist ein Punkt des Verkehrsversuchs, der einige Leute umtreibt.
Der Wegfall der oberirdischen Parkplätze in der Adelheidstraße ist ein Punkt des Verkehrsversuchs, der einige Leute umtreibt. © David Schahinian

Verwaltung legt sich fest und richtet aber auch kostenlose Kurzzeitparkplätze ein.

Königstein -Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet am 22. September über die Zukunft des Verkehrsversuchs. Eine Beendigung des Versuchs oder die Verlängerung der Testphase, um auch die Wintermonate beobachten zu können, stehen zur Debatte.

Die Stadtverwaltung setzt die Beschlüsse der Gremien um, hat aber auch eine eigene fachliche Sichtweise, wie sie in einer Pressemitteilung betont. Die im Rathaus mit dem Thema befassten Fachleute votieren demnach „klar“ für eine Weiterführung des Versuchs, wie er ursprünglich geplant war. Sie halten auch die Verlängerung in die Wintermonate hinein für sinnvoll.

„Durch Rückmeldungen der Bevölkerung, der Geschäftsleute und eigene Messungen und Beobachtungen haben wir schon viele Erkenntnisse gewonnen und daraus Änderungen abgeleitet“, sagt Gerd Böhmig, Fachabteilungsleiter für Planen Umwelt und Bauen im Rathaus. Böhmig weiter: „Das würden wir gerne weiter machen, damit wir sehen und nachvollziehen können, ob die Änderungen, die aus Vorschlägen der Königsteiner Bevölkerung und unseren eigenen Beurteilungen kommen, Verbesserungen bringen.“ Unter den Rückmeldungen habe es Kritik, aber auch sehr positive Stimmen gegeben. „Die Menschen fangen an, die Situation anzunehmen und die positiven Effekte, wie insgesamt weniger Lärm und Abgase durch fehlenden Individualverkehr, wahrzunehmen“, ist Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) überzeugt. Was den Menschen jetzt auffalle, seien die Busse. Es seien allerdings dieselben Busse, die auch vorher schon dort gefahren sind und die jetzt freie Seite der Georg-Pingler-Straße zugestellt hätten. Böhmig schlägt vor: „Eventuell muss man im Zuge des Verkehrsversuchs auch langfristig über die Anfahrtswege und Haltepunkte der einzelnen Buslinien nachdenken. Das ist ja durchaus möglich.“

Aber war nicht gerade die Verbesserung der Bus-Situation ein zentrales Argument für die Drehung der Fahrtrichtung und die Verlegung der Bushaltestelle auf die gegenüberliegende Straßenseite gewesen?

Ein gerade von den Geschäftsleuten häufig genannter Kritikpunkt sei der Wegfall von kostenlosen Kurzzeitparkplätzen. Jetzt wird im Rathaus reagiert. Bürgermeister Helm: „Die Beobachtung zeigt, dass auf dem P1 und P2 nahezu zu jeder Zeit Parkplätze zu finden sind. Alle Parkplätze der Innenstadt auf P1 und P2 und auch in der hinteren Hauptstraße sind jetzt Kurzzeitparkplätze und eine Stunde lang kostenlos. Das ist ein großes Entgegenkommen der Stadt den Geschäftsleuten und ihren Kundinnen und Kunden gegenüber.“ Böhmig: „Wir beobachten den Effekt für die Innenstadt.“

Mit der neuen Parkster-App kann die erste kostenlose Stunde gebucht werden. Wer die App noch nicht nutzt, kann die Parkscheibe einlegen. Was bei einer Beendigung des Verkehrsversuchs nicht passieren wird, ist die vollständige Rückkehr zur Ausgangssituation. Die Innenstadt muss und soll sich laut Verwaltung verändern und zukunftsfähig werden. Böhmig: „Der komplette Rückbau funktioniert nicht, da die notwendigen Längen der Bussteige mit den An- und Abfahrtswegen der jeweiligen Busse in der geforderten Anzahl der Bussteige nicht in Einklang mit den bestehenden Zufahrten der Anwohner zu bringen sind.

Für eine Neugestaltung der Königsteiner Innenstadt gibt es verschiedene Varianten, doch sie können erst zur Sprache kommen, wenn die Verkehrssituation für Individualverkehr und öffentlichen Nahverkehr endgültig geklärt ist.“ red

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