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Endlich wieder Sport unter einem stabilem Dach

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Von: Katja Weinig

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Die Schüler der R10 b der Friedrich-Stoltze-Schule wie auch ihr Sportlehrer Christian Schultheis (Hintegrund, re.) sind froh, dass die Tribünenhalle wieder genutzt werden kann. Auch die zweite Kreisel-Halle soll am 17. März wieder freigegeben werden. FOTO: Weinig
Die Schüler der R10 b der Friedrich-Stoltze-Schule wie auch ihr Sportlehrer Christian Schultheis (Hintegrund, re.) sind froh, dass die Tribünenhalle wieder genutzt werden kann. Auch die zweite Kreisel-Halle soll am 17. März wieder freigegeben werden. © Weinig

Königsteiner Schulen und Vereine sind froh über Wiederinbetriebnahme der ersten Kreisel-Halle - Nummer zwei folgt bald

Königstein -Am Ende ging alles ganz schnell: Die erste der beiden Königsteiner Dreifeld-Sporthallen am Kreisel ist seit Mitte Februar wieder für den Schul- und Vereinssport freigegeben. "Unsere Sportlehrer haben gejubelt", zeigt sich Beate Herbst, Leiterin des Taunusgymnasiums (TGK), erleichtert.

Mehr als acht Monate lang waren die Hallen aufgrund baulicher Mängel gesperrt; es mussten mehr oder weniger kreative Alternativen für den Sportunterricht gefunden werden: Badminton oder Yoga im benachbarten Sportpark, Wanderungen, Hockey auf dem Kunstrasenplatz am Kreisel, Parcours im Kurpark - die Lehrer hätten "so ziemlich alles ausgelotet, was in der Region machbar ist", blickt Herbst auf bewegte Monate zurück.

Glücklicherweise seien die Umkleiden und Sanitäranlagen jeder-zeit geöffnet gewesen, sodass zumindest der Wechsel in Jogginghose und Turnschuhe normal ablaufen konnte. "Das war sehr hilf-reich", selbst mit der Einschränkung, dass die Heizung während der Baumaßnahmen zwischenzeitlich ausgeschaltet war und es nur kaltes Wasser gab.

Ein ausdrückliches Lob der Schulleiterin geht an die Adresse von Hausmeister José Beato, der sich persönlich sehr engagiere und jederzeit über den Stand der Arbeiten im Bilde sei, auch jetzt noch, denn die Arbeiten an der zweiten Dreifeldhalle laufen noch.

Die gute Nachricht über die Freigabe der Tribünenhalle nach erfolgreicher Prüfung durch einen Sachverständigen erreichte die Schulleiterin am Wochenende vor dem Valentinstag. Sie sei selbst überrascht gewesen, hatte sich eigentlich auf eine längere Schließung eingestellt. Dass nun regulärer Sportunterricht zumindest teil-weise wieder möglich ist, kommt nicht zuletzt den angehenden Abiturienten zugute, die sich für eine Sportprüfung entschieden haben.

Großer Jubel auch an der Friedrich-Stoltze-Schule (FSS): "Die Schüler freuen sich riesig", berichtet die stellvertretende Schulleiterin Katrin Sellger, die die gute Nachricht umgehend per Schul-Cloud verbreitet hatte.

Anders als ihre Kollegin vom Taunusgymnasium wurde sie jedoch nicht vorab informiert, sondern erfuhr erst aus dieser Zeitung von der Freigabe der Halle - und damit sogar später als die Sportvereine, denen die Kreisverwaltung am 15. Februar eine entsprechende E-Mail gesendet hatte.

Nach Abstimmung zwischen den beiden Schulen nutzt die Friedrich-Stoltze-Schule nun ein Drittel der Halle, das Taunusgymnasium zwei; lediglich am Freitag, wenn an der FSS kein Sportunterricht erteilt wird, können sich die Gymnasiasten auf der gesamten Fläche austoben.

Kinder wieder in Bewegung bringen

Für Katrin Sellger und die beiden Sportlehrer ihrer Schule ist die Freigabe der Halle besonders wertvoll, hat man doch für alle Schülerinnen und Schüler der unteren Jahrgangsstufen vier Wochenstunden Sport an drei Tagen im Stundenplan verteilt: "Wir bieten den Kindern eine Sportstunde mehr an als vorgeschrieben, weil wir die Bewegung fördern wollen." Aktuell sei das besonders wichtig, denn "Homeschooling hat den Bewegungsdrang nicht gerade gestärkt". Dass durch die Pandemie und die Hallenschließung seit fast zwei Jahren kein regulärer Sportunterricht möglich war, sei "eine Katastrophe".

Auch Sportlehrer Christian Schultheis ist froh, dass er nun zumindest einen Teil des Unterrichts wieder unterm Hallendach abhalten kann, selbst wenn sich derzeit zwei Parallelklassen eine Doppelstunde teilen müssen und mit Umziehen und Fußweg gerade einmal 30 Minuten Bewegungszeit übrig bleiben. "Wir machen das Beste aus der Situation", lacht er und erklärt noch einmal geduldig die in Vergessenheit geratenen Regeln des Völkerball-Spiels.

Die meisten der Mädchen und Jungen aus seiner R10b hechten mit Begeisterung den Bällen hinterher. "Ich habe den Sport sehr vermisst", sagt die 16-jährige Reni, und auch der gleichaltrige Denis, der Fußball als Leistungssport betreibt, ist einfach nur froh, dass Ballsport nun auch in der Halle wieder möglich ist. Und das schon sehr bald auch wieder in beiden Kreisel-Sporthallen. Wie TGK-Leiterin Beate Herbst gestern auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, sind auch in der zweiten Halle die Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen. Aktuell würde zwar noch das Gerüst im Innenbereich abgebaut. Doch von Donnerstag, 17. März, an sollte auch hier der Sportbetrieb wieder anlaufen können.

Auf Vereinsseite dürfen sich die Hockeyspieler des MTV Kronberg, die Leichtathleten des Königstein LV, die Volleyballerinnen des SC Königstein, die Fechtabteilung der SG Blau-Weiß Schneidhain, die Inlinehockeyspieler der Crusaders Kronberg, die Fußballer des FC TSG Königstein, die Handballer der HSG-SKG Kronberg und der Fanfarencorps Kronberg über die zurückgewonnenen Hallenzeiten freuen.

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