Kita-Küche

80 000 Euro und drei Wochen Bauzeit für die komplette Neugestaltung

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In geradezu rekordverdächtigem Tempo ist der evangelische Kindergarten im Heuhohlweg zu einer neuen zeitgemäßen Küche gekommen. Der Umbau wurde nötig, da die Nachfrage nach Verköstigung der Kleinen steigt.

Hier der Konvektomat, da die Spülstraße und dort die mächtige Dunstabzugshaube – es hat schon was von einer Großküche im Kleinen, was da im evangelischen Kindergarten im Heuhohlweg entstanden ist. Und das in den letzten drei Wochen der Sommerferien.

Mehr Zeit hatte Rainer Kowald, als Kirchenvorsteher der Immanuel-Gemeinde verantwortlich für Bausachen, nicht, um das Projekt „Küchenumbau“ zu stemmen. Schließlich sollte der Betrieb in der Kita Anfang August wieder möglichst störungsfrei anlaufen.

Dass das am Ende auch gelang, sei nicht zuletzt der minutiösen Vorplanung Kowalds zu danken, unterstrich Pfarrerin Katharina Stoodt-Neuschäfer am Dienstagmorgen und ergänzte lachend: „Jeder Handwerker wusste, wann er was zu tun hatte. Und jeder wusste, dass Rainer Kowald seine Handy-Nummer hatte.“

„Das hat wirklich Spaß gemacht“, konstatierte der Bau-Beauftragte der Gemeinde seinerseits und gab den Dank an all jene weiter, die ihm geholfen hatten, das Projekt so schnell und so effizient umzusetzen. Kowald: „Wir hatten in den drei Wochen reiner Bauzeit allein neun Gewerke hier im Haus. Fast alles Handwerksbetriebe, die in Königstein ansässig oder eng mit der Stadt verbunden sind, das hat sich ausgezahlt.“

Nicht nur mit Blick auf Zeitablauf und Qualität der Ausführung, sondern auch auf den Kostenrahmen. 86 450 Euro hat der Kirchenvorstand allein für den Küchenumbau und die Einrichtung genehmigt. Nun zeichne sich ab, dass man mit rund 80 000 Euro (siehe Box) auskommen werde.

Immer noch eine stolze Investition. Aber auch eine, die sich gelohnt hat. Davon sind nicht nur Pfarrerin Stoodt-Neuschäfer und Kita-Leiterin Daiva Sahmel überzeugt, sondern vor allem auch Sabine Uhl. Und auf die kommt es an. Schließlich führt Uhl seit 2004 den Kochlöffel im Kindergarten und muss derzeit täglich 52 Essen auf den Tisch zaubern. „Frisch gekocht“, darauf legt sie wert. Schließlich wollen die sich gerade erst ausbildenden Geschmacksnerven der Kleinen gekitzelt und angeregt werden.

Bei solchen Mengen an Essen ist es für Sabine Uhl und ihre rechte Hand, Claudia Avram, schon von Vorteil, dass sie jetzt auf zeitgemäße Technik zurückgreifen können. Sei es, dass das schmutzige Geschirr im Eiltempo durch die Spülmaschine gejagt oder die Nudeln im Konvektomat gegart werden können. Apropos „Nudeln“: Die stehen, wenig überraschend, bei den Mädchen und Jungen der Kita besonders hoch im Kurs. „Schmeckt nicht“, diese Erfahrung hat das Kita-Team mittlerweile gemacht, gibt es bei den Kleinen aber ohnehin nicht. „Wir erleben es jedes Mal, dass Kinder, die neu zu uns kommen, beim Essen erst sehr zurückhaltend sind und nach eins, zwei Monaten dann alles mitessen – sogar Sachen, die sie Zuhause nicht mögen“, erzählt Daiva Sahmel schmunzelnd.

Für Pfarrerin Stoodt-Neuschäfer ist die mittlerweile 22 Jahre alte Kita im Heuhohlweg nunmehr bestens gerüstet für die Zukunft. Und das nicht nur was die steigende Nachfrage nach Mittagessen angeht. So sei auch in den Brandschutz investiert worden, seien neue, nicht schöne aber zweckmäßige Fluchttreppen installiert und ein zusätzlicher Notausgang im „Turm“ der Kita geschaffen worden.

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