Am Königsteiner Kreisel steht der Bagger schon bereit, um die Pflanzlöcher für die 15 Ahornbäume auszuheben.
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Am Königsteiner Kreisel steht der Bagger schon bereit, um die Pflanzlöcher für die 15 Ahornbäume auszuheben.

Königsteiner Kreisel

Feld- und Rotahorn statt Birken am Königsteiner Kreisel

  • VonEsther Fuchs
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Alter Baumbestand war anfällig für Krankheiten geworden. Die Neupflanzung erfolgt, sobald es das Wetter zulässt

Königstein -Seit ein paar Tagen ist der Kreisel kahl und mit dicken Erdklumpen bedeckt. Nur noch die Baumstümpfe der Altbestände erinnern an den ursprünglichen Baumbestand. Doch das soll nur ein vorübergehender Anblick bleiben, bereits in Kürze sollen neue Pflanzungen stattfinden. Die neuen Bäume sollen mit den klimatischen Änderungen besser zurechtkommen und auch optisch attraktiv sein. Zwei verschiedene Ahornarten ersetzen dann die Birken. Feldahorn und Rotahorn wurden bereits bestellt.

Gerd Böhmig, Leiter des Fachbereichs Planen, Umwelt, Bauen, und die Dezernentin für Grünpflege, Gabriela Terhorst, wissen um den Mehrwert der neuen Bäume, die sich als heimischen Arten am Standort wohlfühlen werden. Bis zu 40 Zentimeter jährlich dürfen Feld- und Rotahorn dort künftig wachsen. Leuchtend rot, gelb und orange soll sich dann das Blätterkleid der Bäume im Herbst färben.

"Die alten Bäume waren nicht mehr vital. Es gab nur noch wenige Birken von ehemals 15 Bäumen", berichtet Böhmig. Gründezernentin Gabriela Terhorst erklärt, weshalb man sich gegen eine erneute Birkenpflanzung entschied: "Birken vertragen den Klimawandel nicht gut. Sie sind nicht klimaresilient. Lange Trockenzeiten, aber auch zu viel Feuchtigkeit schädigen diese Bäume. Diese Zeiten hatten, wir in den vergangenen Jahren und die sind nicht spurlos an unserer Natur vorbeigegangen."

Sobald es die Witterung zulässt, wenn möglich aber schon in der nächsten Woche, sollen 15 Ahornbäume gepflanzt werden. Fünf Gruppen mit jeweils drei Bäumen werden dann optisch ansprechend in der Kreiselmitte angeordnet. Der Bagger für die notwendigen Pflanzlöcher steht bereits bereit. "Der Ahorn ist für diesen Standort und die dortige Bodenbeschaffenheit gut geeignet. Er ist ein Baum der mit Klimaveränderungen besser zurechtkommt als andere Baumarten", unterstreicht Gabriela Terhorst.

Ferner schätzt sie das "schöne Erscheinungsbild" und die "farbigen Blätter, die beim Feldahorn im Herbst gelb bis orange leuchten und beim Rotahorn orange bis flammend rot werden können". Von Esther Fuchs

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