Königstein

Feuerwehr ärgert sich über zunehmende Fehlalarme

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Technische Defekte in der Brandmeldeanlage lösen immer wieder Fehlalarme aus. Doch die Eigentümer der Anlagen lassen die Anlagen nicht überprüfen. Es ist nicht das einzige, was den Wehrführer der Königsteiner Wehr, Jörg Antkowiak, ärgert.

Der in 2017 begonnene langersehnte Umbau der Umkleide- und Sanitärräume wird die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Königsteiner noch weiter beschäftigen. Zwar hegte Wehrführer Jörg Antkowiak im vergangenen Jahr die Hoffnung, dass die Umbauphase bis spätestens Ende August 2017 abgeschlossen sein könnten, doch die Bauarbeiten dauern noch immer an.

Leider laufe hier auch nicht alles „ganz so rund“, sagte denn auch Antkowiak bei der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Königstein. Im Zuge der Baumaßnahmen sei zwar zu Beginn ein Staubschutz angebracht worden, der allerdings zwei Wochen später schon wieder verschwunden war. Seitdem fliege der Staub überall herum. Die Geräte in der vor knapp zwei Jahren neu installierten Funkzentrale lägen unter einer dicken Staubschicht, was sicherlich nicht zu einer langen Lebensdauer der Geräte beitrage. „Wir hätten uns gewünscht, dass hierauf besser geachtet würde. Wir sind trotzdem zuversichtlich, dass das Projekt bald seinen Abschluss findet“, so Antkowiak. Die vergangenen Wochen habe er in engem Kontakt mit dem Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) gestanden, um auf die Missstände hinzuweisen.

„Auch wenn der Eindruck entsteht, dass nichts passiert, so sind wir doch dran. Die Wertschätzung für die Feuerwehr ist in den letzten Jahren gestiegen“, sagte Helm und verwies auf die hohen Investitionen für die Wehren insgesamt. Was den Vertreter der Fördermitglieder, Wolfgang Gottschalk, veranlasste, „auch auf den Beitrag der Fördermitglieder“ hinzuweisen. „Ich möchte betonen, dass allein in den Umbau und die damit verbundenen Anschaffungen nicht nur Gelder der Stadt, sondern auch rund 58 000 Euro des Vereins geflossen sind“, sagte er.

Nicht genug mit dem Umbau, es stehen noch weitere Investitionskosten für die Wehr an. Die Drehleiter ist inzwischen 25 Jahre alt. Während andere Fahrzeuge noch länger im Dienst stehen oder anderweitig ihren Dienst antreten können, sieht es bei der Drehleiter anders aus. „Diese Art von Fahrzeugen unterliegen hohen Sicherheitsprüfungen. Sie hat ihren Dienst getan. Der Erhaltungsaufwand wäre zu hoch“, teilte Jörg Antkowiak bereits im vergangenen Jahr mit.

175 Einsätze hatte die Feuerwehr Königstein im vergangenen Jahr. Darunter waren allein 50 Unwettereinsätze in Mai, Juli und August. Verärgert zeigte sich Wehrführer Antkowiak über die vielen Alarmierungen aufgrund „technischer Ursachen ohne Grund“. Dabei seien es immer die gleichen Objekte, die wegen Fehlalarmen angefahren werden müssten, ohne dass die jeweiligen Eigentümer ihre Anlagen überprüfen lassen würden.

Durchweg Erfreuliches hatte hingegen Jugendwart Daniel Otto-Schleicher zu berichten. 16 Mitglieder im Alter von 10 bis 16 Jahren sind derzeit in der Jugendfeuerwehr aktiv. Ganz besonders stolz war der Jugendwart auf den 24-Stunden-Feuerwehrtag mit allen Königsteiner Stadtteilen. „20 Ausbilder und Helfer des DRK waren mit aktiv, um die Jugendlichen auszubilden.“ Seinen Bericht als Jugendwart hielt er allerdings zum letzten Mal. Er tritt die Nachfolge der aus dem Kreis verzogenen Stadtjugendwartin Astrid Schiffmann an. Für ihn übernehmen Timo Schmidt und Dominik Stroh die Leitung der Jugendfeuerwehr.

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