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Königstein: Klappe - die Erste für Aladdin und die Plaschis

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Von: Esther Fuchs

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Die "Resi-Dancers" samt knallblauem Dschinni wollen die Zuschauer mit ihrer Adaption des Musicals "Aladdin" verzaubern. Das goldige Styling dazu "verpasste" ihnen Markus Moldan (Mitte).
Die "Resi-Dancers" samt knallblauem Dschinni wollen die Zuschauer mit ihrer Adaption des Musicals "Aladdin" verzaubern. Das goldige Styling dazu "verpasste" ihnen Markus Moldan (Mitte). © Esther Fuchs

Die Kurstadt-Narren bringen die Aufzeichnung ihrer großen Sitzung in den Kasten. Die "Ausstrahlung" folgt am Samstag

Königstein -Wenn Burgfräulein Angelika I. die Insignien ihrer Macht gegen eine Regieklappe tauscht, Plaschi-Chef Daniel Georgi "Spot on" ruft und im Lichtkegel im nächsten Moment eine farbenprächtige Szene wie aus 1001er Nacht aufscheint - dann ist das keine Zauberei, sondern ein Ablauf wie er im Buche steht, genauer gesagt im Drehbuch.

Nachdem Daniel Georgi und seine Mitstreiter im Vorstand des Königsteiner Narrenclubs "Die Plasterschisser" zuletzt intensiv über den Planungen für die Aufzeichnung ihrer "GroDiPlaSi" gebrütet hatten, haben sie die Dreharbeiten jetzt in den Kasten gebracht.

"GroDiPlaSi" - hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die "Große Digitale Plaschi-Sitzung" mit der die Kurstadt-Fastnachter am kommenden Samstag, 19. Februar, zumindest virtuell auf Sendung gehen, um sich vom Coronavirus nicht ganz den Spaß nehmen zu lassen.

Die eigentlich geplante große Sitzung im Falkensteiner Bürgerhaus mit Publikum und allem drum und dran hatten die Plaschis ja schon vor einigen Wochen den Pandemie-Auflagen opfern müssen.

Für ihre digitale Alternative hatten die Narren zum vergangenen Wochenende das katholische Gemeindezentrum für drei Tage in ein Aufnahmestudio verwandelt und sich Unterstützung vom Fach an die Seite geholt.

An den Kameramännern Volker Heymann und Bernd Pscheiden war es, das in Szene zu setzen, was die Plaschi-Gruppen jetzt schon über zwei Corona-Jahre hinweg zum Motto "1001 Nacht" einstudiert haben.

"Es ist an der Zeit zu zeigen, was wir draufhaben", befand Nicole Hülsmann. Sie und Ela van der Hejden werden als "Duo Gnadenlos" die digitale Sitzung moderieren, die allerdings kein vollwertiger Ersatz für eine ausverkaufte Narrhalla sein kann und auch nicht sein soll.

Dennoch ist das virtuelle Angebot für die Plaschis sehr viel mehr als nur ein närrischer Notnagel. Die GroDiPlaSi ist eine willkommene Möglichkeit, um den vereinseigenen Gruppen in Wartestellung eine Bühne zu geben und den Freunden der Kurstadt-Fastnacht endlich wieder einen lokalkolorierten Mix aus Show und Tanz zu bieten.

Da dürfen die "Resi Dancers" natürlich nicht fehlen. Die achtköpfige Frauen-Tanzgruppe, in der auch Hülsmann und van der Hejden aktiv sind, nimmt die Zuschauer am Bildschirm dieses Mal mit auf eine Reise in den Orient, wo sie zu den Klängen des Musicals "Aladdin" sogar den "Dschinni" auf die Bühne zaubern.

Damit am Set nicht nur die blaue Farbe des Flaschengeistes, sondern auch Frisuren und Make-up saßen, hatten sich die Plaschis Friseurmeister und Maskenbildner Markus Moldan aus Fischbach mit ins Boot geholt. Als Wettkampfrichter im Tanzen ist der nicht nur beim passenden Styling ein guter Ansprechpartner, sondern auch in Sachen Choreografie.

Neben den "Resi Dancers" werden die Zuschauer am kommenden Samstag selbstverständlich auch die anderen Gruppen der Plaschis zu sehen bekommen. "Königstänzer", "Kronjuwelen", "Smartys", "Dancing Stars", die neu formierten "Goldstücke"und sogar Burgfräulein Angelika samt Gefolge - sie alle haben im Drehbuch von Regisseur Daniel Georgi ihren Platz.

Um alle Teilnehmer ins richtige Licht zu setzen, hat der Narrenclub sich reichlich ins Zeug gelegt. Das Equipment am Drehort hatte Profi-Qualität. Unzählige Apparaturen, Laptops, Soundanlagen, Light-Domes zum Ausleuchten und Kabel, "die in ihrer Länge zwei Mal um ein Fußballfeld passen", so Georgi, wurden ausgeliehen.

Zwar werden die Plaschis auf einige traditionelle Elemente wie Elferrat und glitzernde Orden verzichten. Ganz leer ausgehen sollten die Akteure dann aber doch nicht. Iris Knöß hatte daher - passend zum Motto - in den vergangenen Wochen eifrig Orden in Kamelform gebastelt. Die kleinen Wüstenschiffe wurden gegen Ende der Dreharbeiten an die Aktiven verteilt.

Während für die damit der Dreh abgeschlossen ist, steht Vereinschef Daniel Georgi in dieser Woche noch reichlich Arbeit ins Haus. Er muss das zehnstündige Rohmaterial des Films noch auf eine rund einstündige Sitzung zusammenkürzen, die dann ausgestrahlt werden kann.

"Das wird keine leichte Arbeit", wusste er bereits am Filmset. Der Vorsitzende des Narrenclubs dankte schon vor der Ausstrahlung den zahlreichen beteiligten Helfern. "Das war enorm viel Arbeit", befand der Vereins-Chef. Die spürbare Freude, die alle Teilnehmer vor und hinter der Kamera jedoch ausgestrahlt hätten, sei den Aufwand mehr als wert gewesen. efx

Online-Stream

Wer sich die große Digitale Plaschi-Sitzung anschauen möchte, hat dazu am Samstag, 19. Februar, online die Gelegenheit. Zur Sitzung gelangt man über die Webseite www.plaschi.de. Los geht es um 19.11 Uhr.

Burgfräulein Angelika gibt den "Resis" mit der Regieklappe den Einsatz, den Plaschi-Chef Daniel Georgi (r.) im Drehplan notiert hat.
Burgfräulein Angelika gibt den "Resis" mit der Regieklappe den Einsatz, den Plaschi-Chef Daniel Georgi (r.) im Drehplan notiert hat. © Esther Fuchs

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