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Königsteiner Burgverein feiert auch 2022 im Tal

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Bleibt auch in diesem Jahr leer: Die Festungsruine, die sonst Kulisse für das Königsteiner Burgfest ist.
Bleibt auch in diesem Jahr leer: Die Festungsruine, die sonst Kulisse für das Königsteiner Burgfest ist. © Jens Priedemuth

Das Präsidium hat sich entschieden, erneut auf das Burgfest zu verzichten. Wie im vergangenen Jahr lädt man stattdessen zu einer Veranstaltung im Kurpark.

Königstein - "Wir gehören auf die Burg, das steht fest" - mit diesem Bekenntnis und der Hoffnung, dass 2022 wieder ein Burgfest auf der Burg gefeiert werden kann, hatte sich Burgfräulein Angelika I. im vergangenen Jahr die Krone der Kurstadt aufs Haupt setzen lassen. Jetzt allerdings steht fest, dass Königsteins amtierende Lieblichkeit auch in ihrem zweiten Amtsjahr nur vom Tal aus über die Burg regieren wird.

Nachdem in den vergangenen Tagen bereits erste Gerüchte durch die Stadt gewabert waren, dass das vermeintliche Fest der Feste in der Stadt auch in diesem Jahr nicht auf der Burg stattfinden wird, hat das Präsidium des Burgvereins dieses Hörensagen gestern bestätigt.

In einem Schreiben an die Mitglieder des Burgvereins, das auch an die Presse ging, teilen die Verantwortlichen mit, dass man zum zweiten Mal in Folge kein klassisches Burgfest feiern werde. Statt wie ursprünglich geplant vom 15. bis 17. Juli auf der Festungsruine zusammenzukommen, werde man "wie auch 2021" zu einer "Burgvereinsveranstaltung" im Kurpark einladen.

Während nach zweijähriger Corona-Abstinenz die Königsteiner Ritter und Rocker in den kommenden Monaten wieder auf die Burg zurückkehren wollen, bleibt der Burgverein damit zu Füßen der Festung.

Verbunden ist die Ankündigung mit dem Hinweis, dass "uns diese Entscheidung sehr schwergefallen" sei, man keine andere Möglichkeit sehe und auf Verständnis hoffe. Gerne, so heißt es weiter, hätte das Präsidium Burgfräulein Angelika I. nicht nur ein "ganz normales", sondern ein "ganz besonderes 70." Burgfest auf der Burg ermöglicht. Das wird es zumindest 2022 nicht geben

Zu den konkreten Gründen für die Entscheidung ist zumindest dem Schreiben an die Mitglieder nichts zu entnehmen. Darin heißt es: "Nach langen internen Überlegungen und Diskussionen im Präsidium und nach Rücksprache mit vielen, die üblicherweise am Burgfest beteiligt sind, mussten wir uns schweren Herzens dazu entschließen."

Was das eingangs erwähnte Kurstadt-Raunen angeht, so war in den vergangenen Tagen doch mit gespitzten Ohren herauszuhören, dass auch bei einigen der bislang am Burgfest beteiligten Vereine der Wunsch nach einer Rückkehr auf die Burg in diesem Jahr nicht sonderlich stark ausgeprägt war.

Orga-Fragen, die Kürze der Vorbereitungszeit und sicher auch der Corona-Blues, der vielen Mitgliedern noch in den Gliedern steckt, dürften daran ihren Anteil gehabt haben.

Mit Blick auf die Veranstaltung im Tal ist das Präsidium nach eigener Aussage dabei, "für verschiedene Alters- und Interessengruppen ein interessantes Programm auszuarbeiten". Es werde dem Ablauf des letztjährigen Festes im Kurpark zwar ähneln. Doch solle es ausgeweitet werden.

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