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Königsteins Bürgermeister Leonhard Helm nimmt 2024 Abschied aus dem Rathaus

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Von: Stefan Jung

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Für Königsteins Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) soll seine dritte auch seine letzte Amtszeit als Rathauschef sein. Nachdem er es zuletzt schon mehrfach hatte anklingen lassen, hat er seinen Verzicht auf eine Kandidatur für eine vierte Amtszeit jetzt auch offiziell gemacht.
Für Königsteins Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) soll seine dritte auch seine letzte Amtszeit als Rathauschef sein. Nachdem er es zuletzt schon mehrfach hatte anklingen lassen, hat er seinen Verzicht auf eine Kandidatur für eine vierte Amtszeit jetzt auch offiziell gemacht. © Stadt Königstein

Verwaltungschef macht Verzicht auf vierte Amtszeit offiziell

Königstein -Geht alles seinen erwarteten Gang, endet im Mai 2024 für Leonhard Helm (CDU) seine dann 18-jährige Dienstzeit als Bürgermeister im Königsteiner Rathaus. Nachdem der amtierende Rathauschef es in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrfach hatte anklingen lassen, macht er es jetzt auch ganz offiziell.

„Meine dritte wird auch meine letzte Amtszeit gewesen sein“, unterstreicht Helm im Gespräch mit unserer Zeitung, und schiebt mit einem Lachen nach: „Nach 18 Jahren ist es dann auch mal Zeit für einen Wechsel - für die Königsteiner und für mich.“

Dass der Rathauschef bei der Vollzugsmeldung aufgeräumt und gut gelaunt ist, lässt vermuten, dass diese Entscheidung weder ad hoc noch unter irgendeinem Druck getroffen wurde. Das sei auch so, unterstreicht Helm. Dass er keine vierte Amtszeit mehr anstreben werde, stehe für ihn schon eine ganze Weile fest.

Zwar sei er seiner Arbeit oder gar Königsteins keineswegs müde. Im Gegenteil. Für beides brenne er nach wie vor, und das werde auch bis zum letzten Tag im Amt so bleiben.

Allerdings, so Helm, sei er doch auch froh, wenn er künftig etwas mehr Zeit für sich und die Menschen in seinem Umfeld habe.

Das Amt des Bürgermeisters sei nunmal nicht mit acht Arbeitsstunden an fünf Tagen in der Woche zu stemmen.

Wer sich dafür entscheide, müsse damit rechnen, dass er diese Aufgabe vielleicht nicht rund um die Uhr, aber doch an sieben Tagen in der Woche und im Fall der Fälle 365 Tage im Jahr innehat. Und von diesen Fällen habe es in den vergangenen gut 16 Jahren doch einige gegeben.

Auch in diesem Sommer, so der Rathauschef, sei sein dreiwöchiger Urlaub wegen dienstlicher Verpflichtungen am Ende auf gerade mal 10 Tage zusammengeschrumpft. Darüber klage er nicht, schließlich habe er ja gewusst, auf was er sich einließ, als er sich 2018 ein weiteres Mal zur Wahl stellte. Und er habe es auch beim dritten Anlauf mit Überzeugung getan.

Dennoch merke er natürlich, dass der Beruf, ebenso wie die zunehmenden Verpflichtungen im privaten Umfeld an ihm heute etwas mehr zehrten als noch in den ersten Jahren im Amt.

Jünger werde nunmal auch ein Bürgermeister nicht. Als er in Königstein am 1. Juni 2006 die Amtsgeschäfte in der Kurstadt übernahm, war die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft gerade in Falkenstein zu Gast und Helm 41 Jahre alt.

Vorfreude auf das Mehr an Zeit

Wenn er planmäßig im Mai 2024 das Rathaus verlässt, wird er das mit 59 tun. Obschon die Jahre an niemandem spurlos vorbeigehen, ist das noch jung genug, um das Mehr an Zeit zu nutzen.

Der Rathauschef macht denn auch keinen Hehl daraus, dass er sich auf das freut, was nach der langen Zeit an der Spitze der Stadtverwaltung auf ihn wartet. Was das sein könnte?

Damit hat sich Helm noch nicht intensiv beschäftigt. „An Ideen mangelt es mir glücklicherweise nie. Aber die reifen zu lassen und die schönste davon am Ende umzusetzen ist ein Luxus, den ich mir aktuell gönnen darf.“ Schließlich sind es bis zu seinem Abschied noch mehr als eineinhalb Jahre hin. Und in dieser Zeit, das unterstreicht der amtierende Verwaltungschef, werde die Arbeit im Rathaus und für Königstein auch weiterhin oberste Priorität für ihn haben.

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