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Kreative Geschenke und innere Wärme

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Von: Esther Fuchs

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Petra Best bestellt bei Mareike Kilb und Holger Junghans, die an Uwe Strabel’s Chipsstüberl mithalfen, „einmal Spiralchips in der Zeitungstüte mit extra viel Chilli!“
Petra Best bestellt bei Mareike Kilb und Holger Junghans, die an Uwe Strabel’s Chipsstüberl mithalfen, „einmal Spiralchips in der Zeitungstüte mit extra viel Chilli!“ © esther fuchs

Weihnachtsmarkt bietet Altbewährtes und einiges Neues.

Mammolshain -Die Maschine surrte und setzte den Spezialbohrer in Bewegung. Der drehte die „Agria“ zum Spiralschneider. Aus der gelbfleischigen Lagerkartoffel mit rauer Schale wurden feine Spiralchips, die für Petra Best frisch in die Friteuse gehalten wurden. Goldbraun ausgebacken waren die Chips ein Genuss an. Uwe Strabels „Chipsstüberl“. Dort liefen die Geschäfte am Samstag gut als Holger Junghans und Mareike Kilb die hungrigen Besucher mit Knusperkartoffeln versorgten.

Der Mammolshainer Weihnachtsmarkt konnte endlich wieder stattfinden. Rund um die geschmückte Edeltanne am Bornplatz sammelten sich die Menschen.

Diesmal ausnahmsweise am vierten Adventssamstag. Die Veranstalter, der Kerberverein, hatte aus Rücksicht auf die Fußball-WM den Markt einen Tag früher organisiert. „Am Sonntag ist ja das Endspiel. Da wollten wir niemandem in die Quere kommen“, erklärte Martin Igges vom Kerbeverein. Die Veranstalter hatten schon früh die Fühler ausgestreckt. Der Zuspruch rechtfertigte die Planungen. Die Besucher nahmen das Angebot zum Miteinander in der Ortsmitte zahlreich an. Die Rücksichtnahme zugunsten aller Fußballfans wurde belohnt. Die Stimmung war denn auch heiter.

Am Chipsstüberl begrüßten sich Mareike Junghans und Petra Best herzlich. Best bestellte frohgelaunt „eine Tüte Chips mit Chilligewürz, bitte!“ Holger Junghans traf sogleich alle Vorbereitungen am Chipsbohrer. Die Damen plauderten jedoch nicht über die Fußballweltmeisterschaft, sondern über den Weihnachtsmarkt.

Die Teilnehmer setzten auf Bewährtes. Petra Best und Mareike Kilb hatten jedoch auch Neues entdeckt. Bernhard Bunte beispielsweise schenkte eine neue hochprozentige Schnapsvariation aus. „Der Mammolshainer Apfelwilli ist aus feinsten Williams Christ Birnen und Äpfeln gebrannt“, versicherte Bunte und lud sogleich zur Kostprobe ein.

Selbstverständlich hatte Bunte aber auch wieder seinen Maronenschnaps mitgebracht. Auf dieses Destillat wollten die Mammolshainer, die ja mit der Esskastanie eine jahrhundertelange Historie verbinden, auf keinen Fall verzichten.

Bernhard Bunte verkaufte dieses Jahr aber auch zum ersten Mal Mistelsträuße. Die hatte der Chef selbst ausgemacht aus seinen Mammolshainer Obstbaumkronen. „Ich habe die Misteln bei anderen Märkten gesehen. Wir haben so viele in den Bäumen stecken, und die müssen ja da raus, damit die sie keinen Schaden machen. Also habe ich einfach ein paar Sträuße gebunden“, erläuterte Bunte seine Geschäftsidee. Sie fügte sich ein in weitere Kreativangebote auf dem kleinen, aber feinen Budenzauber.

Ute Schranz hatte an ihrer Theke feine Dekorationsartikel zum Kauf aufgebaut. Nebenbei bewarb sie ihren kürzlich neu eröffneten Laden „Wohnlich Glücklich“, der saisonale Dekorationsware verkauft und verleiht. Anna Baffa-Trasci hatte selbstgefertigte Parfüm- und schadstofffreie Gesichts-, Hand- und Körperseifen mitgebracht. Sabrina Werner präsentierte die von ihr selbstgebastelten Windlichter aus Holz und Glas. Christina Scholz hatte ihre Marktnische mit Weihnachtskarten, Perlenschmuck und Haarutensilien gefunden. Die kleinen Geschenke fanden schnell Abnehmer. Auch Speisen und Getränke wurden bis zum Abend leer.

Der Waffelduft am Stand der Jugendfeuerwehr machte hungrig. Auf dem Grill vom Kerbeverein brutzelten herzhafte Bratwürste. Schnaps, Glühwein, Punsch wärmten von Innen. Bis in den Abend wurde die gelungene Rückkehr des Mammolshainer Weihnachtsmarkts am Adventssamstag gefeiert.

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