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Für viele immer noch zwingend beim Grillen: die Holzkohle.

Das Leben ist eine Feuerstelle

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Es ist jedes Jahr ein beeindruckendes Naturschauspiel. Kaum naht der Sommer, werden Millionen Männer in ihrer Entwicklung um Jahrtausende zurückgeworfen. Dann erwachen in ihnen uralte Instinkte, wollen sie nur noch raus, ein Feuer machen und ihre Beute darauf kross braten. Vorbei die Zeit des Homo Sapiens, der „Homo Barbecues“ betritt die Terrasse. Wir haben ein besonders hochentwickeltes Exemplar dieser Spezies nach seinen Empfehlungen gefragt.

„Grillen ist eine Lebenseinstellung.“ Der Mann, der das sagt und dabei so tiefenentspannt lächelt, als würde ihm gerade ein butterzartes Stück Entrecôte auf der Zunge zergehen, weiß wovon er spricht. Schließlich nimmt das „Grillen“ einen wichtigen Platz im Leben von Sebastian Prüßmann ein – privat, aber vor allem auch beruflich.

Seit gut einem Jahr ist der 37-Jährige Chef in der Küche der Villa Rothschild Kempinski in Königstein. Und das mit klarem Auftrag. Prüßmann soll den kulinarischen Kurs des Hauses neu ausrichten. Das Stichwort: „Grill and Health“ (vielleicht am besten zu übersetzen mit „Gegrilltes und Gesundes“). Wenn einer sich also damit auskennen sollte, wie man Fleisch, Fisch oder auch Gemüse so richtig schmackhaft Feuer macht, dann er.

Allerdings steht der gebürtige Leverkusener auch schon lange genug am Grill, um zu wissen, dass an der Feuerstelle seit Urzeiten ganz eigene Gesetze gelten. Was ein echter „Homo Barbecues“ ist, der verteidigt sein Revier am Rost mit allem, was er hat – sowohl gegen konkurrierende Männchen wie auch gegen allzu aufdringliche Weibchen. Da kann die Grillzange des Eigenbrutzlers schnell zum Abstandhalter werden, wenn jemand meint, ihn bei der Zubereitung der Beute belehren zu müssen.

Um gar nicht erst in solche Revierkämpfe verwickelt zu werden, ist es Sebastian Prüßmann ganz wichtig, darauf hinzuweisen, dass sich alle folgenden Tipps zwar auf seinem Grill absolut bewährt haben. Letztlich aber will er natürlich niemandem vorschreiben, wie er sein Dasein an der Feuerstelle einzurichten hat. Denn wie gesagt: Grillen ist eine Lebenseinstellung.

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