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Wo die Lebensfreude hilft

Tipps zum Thema Leistungssport gab es jetzt bei einem Aktionstag des Königsteiner Leichtathletikvereins unter dem Motto „Gesundheit in Bewegung“. Zwar waren nur etwa 150 Besucher gekommen – doch die erfuhren jede Menge Wissenswertes.

Lebensfreude kann entscheidende Kräfte freisetzen. Das weiß Maryse Luzolo, Weitsprungtalent beim Königsteiner Leichtathletikverein und Mitglied im Bundeskader. Sie hat gerade eine schwerwiegende Knieverletzung hinter sich und arbeitet jetzt erst einmal daran, Treppen wieder runtergehen zu können – dies aber mit unbedingtem Willen und Zuversicht. Mit Kollegin und WM-Teilnehmerin Alexandra Wester war sie sich beim Aktionstag des Königsteiner Leichtathletikvereins einig, dass positive Rückmeldungen und die Unterstützung von Familie und Freunden ebenso wichtig sind wie das intensive Training. Und Ziele: Die Sieben-Meter-Marke will Alexandra Wester noch schaffen.

„Lebenslust ist der entscheidende Faktor beim Gesundwerden und -bleiben“, sagte Autorin Karin Schmitt, die sich mit dem Thema Lebensfreude beschäftigt. Sie verstand sich selbst als „Prophylaxemodell“ zum Auflockern der informativen Veranstaltung und verdeutlichte die Lebensfreude an Übungen und Kurzmeditationen mit dem Publikum.

Vom Rücken zum Fuß

Dazu gab’s viel Theorie: Thilo Kuhlmann, Facharzt für Unfallchirurgie zum Beispiel, warb für seine Arbeit „Ich nehme mir Zeit für eine gründliche Anamnese.“ Er erläuterte die Zusammenhänge zwischen beispielsweise einer Wirbelsäulenerkrankung und Symptomen, die an den Füßen auftreten können. Liegt eine solche Grunderkrankung vor, nutze eine chirurgische Begradigung des Fußes nämlich gar nichts. Das sei dann nur „Blitzableiter“, wie Kuhlmann sage. Hier zeigte sich auch, wie sich Leistungssport bei Disziplinen auswirken kann, die den natürlichen Bewegungen völlig zuwiderlaufen: Der Experte zeigte ein Foto der nur noch operativ behandelbaren Füße von Primaballerina Marcia Haydée. Aufschluss über eine Problematik gebe ohnehin erst der Fuß in Bewegung: „Wer das bewegte MRT erfindet, muss nie wieder arbeiten.“

Auch andere Vortragsthemen wie Hautkrebsrisiken sprachen nicht die breite Masse an, hatten aber Informatives zu bieten. Zum Beispiel, dass Sonnenbrände im Kindesalter vermieden werden sollten, weil das Risiko, im Erwachsenenalter an Hautkrebs zu erkranken, mit ihrer Anzahl korreliert.

Ab auf die Falkland-Inseln

Dermatologe Matthias Imhof sensibilisierte für die ernste Krankheit, die leicht vermieden werden kann. „Am besten ziehen Sie in die Hauptstadt der Falklandinseln, da gibt es am wenigsten Probleme mit der Sonne.“ Wer nicht gleich umziehen oder ganz auf die Sonne verzichten will – was auch wieder nicht gesund wäre – tut gut daran, einen hauttypgerechten Sonnenschutz zu verwenden und daran zu denken, dass die Sonne auch wirkt, wenn sie gar nicht zu sehen ist.

Etwa 150 Besucher waren zum Informationstag gekommen. Der Verein schreibt auf seiner Homepage, mehr erwartet zu haben, zeigt sich aber aufgrund positiven Feedbacks von Besuchern und Referenten dennoch zufrieden.

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