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Probleme bei der Abfuhr des Restmülls

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Von: Boris Schöppner

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In Falkenstein wurde vorige Woche der Müll nicht abgeholt, die vollen Container blieben auf dem Gehweg stehen.
In Falkenstein wurde vorige Woche der Müll nicht abgeholt, die vollen Container blieben auf dem Gehweg stehen. © juba

Ungeleerte Tonnen blieben auf dem Gehweg stehen. Engpass bei Personal und Fuhrpark.

Falkenstein -Das gesamte Wochenende standen die Mülltonnen in Teilen von Falkenstein auf dem Bürgersteig. Der eigentliche Leerungstermin sei am Donnerstag gewesen, sagt Ortsvorsteher Walter F. Schäfer am gestrigen Dienstag. „Erst heute ist der Restmüll abgeholt worden.“ Betroffen sei vor allem der obere Bereich Falkensteins.

Bürgermeister mahnt Gelassenheit an

Es ist wohl nicht das erste Mal, dass nicht alle Tonnen zum geplanten Termin geleert wurden. Der Ortsbeirat hat sich in der vergangenen Woche mit dem Thema befasst. Von Bürgern gebe es auch Nachfragen. Schäfer: „Das Bürger auf mich zukommen und wissen wollen, was da los ist, ist fast schon ein Klassiker.“ Besonders störend sei die Lage vor den großen Wohnhäusern gewesen, vor denen das Wochenende über die großen, schwarzen Tonnen für die Abholung bereitstanden. Er habe das Rathaus per digitalem Mängelmelder darüber informiert. Schön sei das nicht, sagt Schäfer, andererseits weiß auch er, „dass es bestimmt größere Probleme auf der Welt gibt“.

Königsteins Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) nimmt das zuständige Entsorgungsunternehmen in Schutz, denn dort gebe es aktuell einen hohen Krankenstand und zudem technische Defekte an Fahrzeugen. „Da muss man im Herbst auch mal damit zurechtkommen, wenn die Tonne zwei Tage länger auf der Straße steht.“ Der Rathauschef befürchtet, die Bürger müssten sich „auf ganz andere Einschränkungen einstellen“. Helm rät zu etwas mehr Gelassenheit. „Natürlich hätten wir es gerne, wenn die Leerungen pünktlich erfolgen, aber im Grunde ist es ein Luxusproblem.“ Man könne froh sein, dass es überhaupt noch Firmen gebe, die den Müll abholen. Angesichts der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei das für die Zukunft nicht garantiert.

Extraschichten sind nicht zumutbar

Grundsätzlich sei die beauftragte Firma zuverlässig, außer sie habe Not „an Mann und Fahrzeugen“. Ein hoher Krankenstand sei angesichts der Corona-Lage nichts Ungewöhnliches, das wisse er auch aus der städtischen Verwaltung.

Für die Preise, die die Bürger für die Entsorgung des Mülls bereit seien zu zahlen, könne man nicht erwarten, dass die Firma Ersatzfahrzeuge und 20 Mann in Bereitschaft in der Reserve habe, Bei Ausfällen sei es nicht möglich, dass die Mitarbeiter eine Extraschicht einlegten und zwölf Stunden lang schwere Mülltonnen hievten, sagt Helm zur TZ.

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