Freibad-Saison im Woogtal

Ein Super-Sommer in einem Super-Bad

Wenn uns das vergangene Wochenende eines in aller Deutlichkeit gelehrt hat, dann, dass sich der Super-Sommer 2018 endgültig verabschiedet hat. Grund zur Beschwerde sollte eigentlich niemand haben, vor allem nicht die Besucher des Freibads. Die TZ hat zum Ende der Saison am Beckenrand mal nachgefragt, wie er denn so war: der Badesommer im Woogtal.

Der Sommer 2018 war für alle Sonnenanbeter und Freunde des gepflegten Planschens herrlich. Noch Mitte September erreichten die Temperaturen die 30-Grad-Marke. Deshalb ist es auch kein Wunder, wenn Achim Tretschok, Schwimmmeister im Königsteiner Freibad, zufrieden feststellt: „Die Besucherzahlen waren in diesem Jahr rekordverdächtig.“

Das Becken sei, wenn man nicht gerade als Dauergast schon in den frühen Morgenstunden seine Bahnen zog, immer gut gefüllt gewesen. Zu besonderen Vorfällen sei es deshalb aber nicht gekommen. „Probleme hatten wir absolut keine. Alles lief gut“, unterstreicht der Schwimmmeister, der sich seit vielen Jahren um den Badebetrieb, die Pflege und die Instandhaltung des vor 94 Jahren gebauten Freibades kümmert.

Die Hitze in diesem langen Sommer lockte Jung und Alt in Scharen an. Abgesehen von der erhofften Abkühlung lieben die einen Architektur und Lage des Bades, andere Gäste bevorzugen die Großzügigkeit von Becken und Liegefläche. Wieder andere gönnen sich gerne eine Kaffeepause am Kiosk. Die Jugend tummelt sich auf Sprungturmanlage und Wasserrutsche.

„Es ist ein Traum“, sagt Gregor Michalik. „Schauen Sie sich doch nur um. Das gepflegte Becken, die weitläufige Liegefläche im Grünen. Von drüben hört man auch noch das Tuff-Tuff der Eisenbahn“, schwärmt der Familienvater aus Kronberg. Schöner könne es nirgends sein, da ist er sich sicher. Auch wenn das Kronberger Freibad durch die vorhandene Gasanlage wärmeres Wasser böte, könne man mit dem Königsteiner Woogtal nicht mithalten.

„Meine beiden Töchter haben hier dieses Jahr ihr Seepferdchen gemacht“, sagt er stolz. Jeden Tag sei man hier unterwegs gewesen. „Warum brauche ich Urlaub in der Ferne, wenn ich doch hier das Paradies habe?“, fragt der Kronberger.

Michaliks Frau ist Italienerin. Ein paar Tage sei man dann doch in Italien gewesen, „doch die Luft und das Drumherum ist hier im Woogtal einfach spitze“. Auch die beiden sieben Jahre alten Töchter Emilia und Violetta sind vom Woogtalbad überzeugt. Die Wassertemperatur mache ihnen nichts aus, sagen die beiden. Als Freibadfans haben sie sogar Geburtstag hier gefeiert.

Da stimmte auch die Verpflegung am Kiosk: „Toll, dass man so spontan für die Kinder 13 Tüten Pommes gemacht hat und mir noch dazu einen Kaffee“, freute sich Familienvater Michalik.

Felix Lukas kam jeden Tag aus Ruppertshain ins Freibad, um sich körperlich fit zu halten. „Besonders gut finde ich das große Becken. Da kommt sich keiner in die Quere“, sagt der junge Sportler. Auch die Wasserqualität in Königstein sei gut. Der Bademeister kompetent und wachsam. Alles Argumente, die ihn auch in diesem Jahr mindestens 200 Mal ins Woogtalbad führten.

Margarete Herrmann gehört zu den Frühschwimmern. Als Dauergast habe sie seit Mai fast täglich im Freibad geschwommen. Sie habe die Saison, wie in jedem Jahr, genossen und freue sich bereits auf nächstes Jahr.

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