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Den Klempner zu rufen, wenn der Keller bereits unter Wasser steht, ist keine große Leistung. Insofern ist das Lob von Dr. Nicole Demme für das vermeintlich frühzeitig bestellte Sanierungsgutachten nicht viel wert.

Den Klempner zu rufen, wenn der Keller bereits unter Wasser steht, ist keine große Leistung. Insofern ist das Lob von Dr. Nicole Demme für das vermeintlich frühzeitig bestellte Sanierungsgutachten nicht viel wert. Generell fiel der Rückhalt seitens der Koalition für die beiden bisherigen RMD-Geschäftsführer äußerst mager aus. Etliche Abgeordnete mussten sich regelrecht zwingen, den Arm gegen eine sofortige Ablösung zu heben. Sie werden wissen, dass es nur sehr schwer möglich ist, dem Bürger (= Steuerzahler) zu klären, wie ein kommunales Unternehmen wegen unternehmerischer Fehlentscheidungen an die Wand gefahren wird, es aber keine personellen Konsequenzen geben soll.

Vor allem, da die Performance von Markus Töpfer bisweilen unterirdisch war, sein gelangweilter Auftritt im Ausschuss fast schon ein Affront. Und die krisenhafte Situation hat er erfolgreich ignoriert. Hinzu kommt, dass Töpfer und Bausback gar nicht miteinander auskommen und sich gegenseitig blockierten. Ob die beiden fristlos entlassen werden können, wird derzeit von einer Anwaltskanzlei geprüft. Sollte es zu juristischen Problemen kommen, gibt es immer noch die Möglichkeit, die beiden freizustellen. Dann können sie den Karren wenigstens nicht weiter in den Dreck ziehen.

Und was den Aufsichtsratsvorsitzenden Uwe Kraft angeht . . . Es soll auch schon Politiker gegeben haben, die politische Verantwortung übernommen haben. Aber erwarten wir nicht zu viel. Die CDU muss ohnehin aufpassen, dass ihr die Personalie Kraft, dessen Amt als Erster Kreisbeigeordneter im kommenden Jahr zur Wiederwahl ansteht, nicht auf die Füße fällt. Die Kritiker im CDU-Haus warten schon.

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