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Was für eine absurde Situation: Nach traumatischen Kriegserfahrungen und monatelanger gefährlicher Flucht kommt eine Familie mit ihren kleinen Kindern nach Deutschland und erhält Bleiberecht. Jetzt wird alles gut, sollte man denken.

Was für eine absurde Situation: Nach traumatischen Kriegserfahrungen und monatelanger gefährlicher Flucht kommt eine Familie mit ihren kleinen Kindern nach Deutschland und erhält Bleiberecht. Jetzt wird alles gut, sollte man denken. Aber dann schlägt die Bürokratie unbarmherzig zu. Plötzlich ist eine neue Behörde zuständig, die nicht nur alle möglichen Unterlagen neu haben will, sondern auch noch mit zu wenig Personal ausgestattet ist. So bekommen Menschen, die in ihrer Heimat alles verloren haben und die einen gesetzlichen Anspruch auf Unterstützung haben, einfach erstmal nichts, monatelang. Wovon sie etwas zu essen kaufen sollen? Keine Ahnung. Sie haben Glück, wenn ihren andere Geflüchtete und ehrenamtliche Betreuer Geld vorstrecken. Das ist entwürdigend und skandalös. Denn hier geht es nicht um einen Arbeitnehmer, der eine oder zwei Wochen länger auf eine Steuererstattung warten muss, sondern um Menschen in existenzieller Not. Dass die Behörde, die mit der hohen Zahl der Anträge überfordert ist, schon gegensteuert ist erfreulich. Trotzdem muss für die bürokratische Durststrecke, die für viele Asylbewerber mit dem Bleiberecht beginnt, eine gute Lösung gefunden werden. Und zwar schleunigst.

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