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Kommentar: Homburger in der Pflicht

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Da ist Oberbürgermeister Alexander Hetjes ganz schön schlau vorgegangen. Die meisten der am Montag in der Pressekonferenz anwesenden Journalisten waren nämlich davon ausgegangen, dass es beim Thema

Da ist Oberbürgermeister Alexander Hetjes ganz schön schlau vorgegangen. Die meisten der am Montag in der Pressekonferenz anwesenden Journalisten waren nämlich davon ausgegangen, dass es beim Thema U-Bahn-Verlängerung ähnlich zugehen würde wie bei der PPR-Kreuzung: ein Sterben auf Raten. Große Lösung, kleine Lösung, alles viel zu teuer, vielleicht noch ein bisschen Kosmetik. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch.

Jedenfalls: Keiner war davon ausgegangen, dass Hetjes verkünden würde, dass die U-Bahn-Verlängerung kommen kann – wenn sie denn auch wirklich gewünscht ist. Von einer Mehrheit. Und zwar einer Mehrheit der Bürger.

Wie auch schon beim von ihm initiierten Integrierten Stadtentwicklungskonzept Bad Homburg 2030 will Hetjes Entscheidungen nicht allein im und aus dem politischen Raum heraus treffen, sondern vor allem mit denen, die es betrifft: den Bad Homburgern.

Ob er selbst für oder gegen die Verlängerung sei, spiele keine Rolle, es gebe Gründe für beides, betonte der CDU-Mann diplomatisch und verwies auf seine Neutralität als Stadtoberhaupt. Geschickt. Denn, egal, wofür sich die Bürger entscheiden, hinterher kann definitiv keiner sagen, das alles sei über seinen Kopf hinweg entschieden worden.

Jetzt müssen die Bürger dieses Instrument allerdings auch nutzen und ihr Votum abgeben.

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