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Kommentar: Naiv und vogelwild

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Von: Marc Kolbe

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Sieben Fraktionen, darunter die CDU, haben im Kreistag für den Klinik-Deal votiert. In Bad Homburg haben bereits fünf Fraktionen ihre Zustimmung signalisiert.

Sieben Fraktionen, darunter die CDU, haben im Kreistag für den Klinik-Deal votiert. In Bad Homburg haben bereits fünf Fraktionen ihre Zustimmung signalisiert. Es hat sich also eine überwältigende Mehrheit hinter den von Landrat Ulrich Krebs und OB Michael Korwisi ausgearbeiteten Plänen für die Bebauung des ehemaligen Klinik-Standorts zusammengefunden. Nur die Bad Homburger CDU scherte am Montag im Magistrat aus der Phalanx aus. Das ist fatal – vor allem, wenn man bedenkt, dass die kurstädtische Union im Prinzip ja auch hinter dem Mega-Deal steht.

War es die zum Teil sehr emotionale Stimmung, für die der Magistrat bekannt ist, die zu dieser Abstimmungs-Panne geführt hat? Denn anders kann man das Votum nicht bezeichnen. War man vergrätzt, weil sich in dem Gremium keine Mehrheit für den eigenen Zusatzantrag fand? Wie auch immer, politisch muss man dieses Vorgehen irgendwo zwischen schädlich und naiv einsortieren. Das Große und Ganze abzulehnen, weil man den zweiten Schritt vor dem ersten machen will, ist nach außen nur schwer vermittelbar.

Vor allem, da es nicht das erste Mal war, dass die Union in Bad Homburg ein uneinheitliches Bild in Sachen Klinik-Bebauung abgegeben hat. Schon der Einwurf des Stadtverbandes Mitte, dass man ruhig nach § 34 bauen könne, war ein Tritt gegen das Schienbein von Fraktion und Parteispitze.

Und dass die Fußtruppen mit einem solch vogelwilden Verhalten ihrem OB-Kandidaten einen Bärendienst erweisen, steht auch außer Frage.

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