Kommentar: Obacht geben

  • vonMatthias Pieren
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Die aktuellen RMV-Planungen rücken den Hochtaunus, insbesondere Bad Homburg, ins Zentrum: Direktzüge der RB 16 sollen künftig Pendler aus Bad Homburg über Friedrichsdorf nach Friedberg bringen.

Die aktuellen RMV-Planungen rücken den Hochtaunus, insbesondere Bad Homburg, ins Zentrum: Direktzüge der RB 16 sollen künftig Pendler aus Bad Homburg über Friedrichsdorf nach Friedberg bringen.

Die Schnellbusse 260 von Karben über die Kurstadt nach Königstein sollen ab Dezember 2016 weiter nach Hofheim und sogar bis Wiesbaden verlängert werden. Die geplante Regionaltangente West soll zudem eine umsteigefreie Verbindung zwischen Bad Homburg, Eschborn, Frankfurt Höchst, Flughafen und Neu-Isenburg schaffen. Zudem stehen schon lange die Verlängerung der U 2 zum Bad Homburger Bahnhof sowie die Verlängerung der S 5 bis Usingen in Aussicht. Der 15-Minutentakt der S 5 von Bad Homburg nach Frankfurt sowie der Halbstundentakt ins Usinger Land (noch Taunusbahn) sind längst Selbstverständlichkeit für die Taunus-Bürger.

Die Kurstadt als neuer regionaler Knotenpunkt des ÖPNV wäre gleich dreifacher Nutznießer der neuen RMV-Strategie, regionale Zentren durch „tangentiale ÖPNV-Verbindungen“ direkt miteinander zu verknüpfen.

Doch die Politik im Hochtaunus muss aufpassen: Ohne gute Zubringer-Leistungen aus dem Usinger Land werden auch die Neuerungen im ÖPNV-Angebot nicht ausgelastet sein. Trotz aller Freude heißt es „Obacht geben“: Das Busangebot im Usinger Land darf bei den anstehenden Neuausschreibungen nicht ausgedünnt werden. Und um den seit Jahren angepriesenen Schnellbus durch das Weiltal zur Hohemark ist es verdächtig ruhig geworden. Beim geplanten Schnellbus-Ringnetz des RMV ist davon keine Rede mehr.

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